29.08.2001 | 00:00

NÖ Fachstelle für Suchtvorbeugung warnt

Das etwas andere Geschäft mit den Drogen

Angst vor Drogen und das Informationsbedürfnis der Bevölkerung Niederösterreichs werden immer öfter von Sekten, Vereinen und Verlagsgesellschaften zum schnellen Abkassieren genützt, warnt die Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ. „Dealer verkaufen Drogen getarnt als Zuckerl vor Schulen“ oder „Man kann sich gar nicht mehr auf die Straße trauen, weil man von Drogensüchtigen überfallen wird“ – diese und andere glatte Lügen werden verwendet um Spenden zu kassieren, oder ein Inserat in einer „Aufklärungsbroschüre“ zu finanzieren.

Diese Broschüren sind nicht nur ein gutes Geschäft für die Produzenten, sondern enthalten dann viele Fehlinformationen, die im günstigsten Fall einfach lächerlich sind, im ungünstigsten Fall aber so falsch informieren, dass Gefahr für Jugendliche entsteht. Oft werden durch besonders dramatische Abschreckung Jugendliche erst neugierig gemacht, bei bestimmten Drogen wird die Suchtgefahr überschätzt und die Gefahr, die im einzelnen Versuch liegt, unterschätzt. Fehlinformationen sind daher nicht nur ärgerlich und moralisch bedenklich, sondern können durchaus Schaden anrichten.

Die Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ, vor drei Jahren von der Landesregierung gegründet, ist Ansprechpartner für alle Belange von Sucht und Suchtvorbeugung. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, zur sachlich richtigen Information der Bevölkerung beim Thema Sucht/Drogen beizutragen. Sie bietet daher allen von solchen Werbepraktiken betroffenen Unternehmen und Privaten an, sie über die Qualität solcher Zeitschriften und Broschüren zu informieren. Damit kann vermieden werden, dass Produktinformationen von Firmen in Zusammenhang mit Fehlinformationen stehen oder gute Spendenabsichten missbraucht werden.

Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ, für das Team der Fachstelle, Dr. Kurt Fellöcker, Telefon 02742/314 40, Fax 19, www.fachstelle.at, e-mail: info@fachstelle.at.


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