01.08.2001 | 00:00

Vorbeugung gegen Missbrauch von Drogen wichtiger denn je

LHStv. Onodi: Jeder vierte Jugendliche hatte mit Drogen Kontakt

„Als sehr besorgniserregend“ bezeichnete gestern Niederösterreichs Gesundheits- und Jungendschutzreferentin, Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, die jüngste Feststellung im Drogenbericht des Innenministeriums, wonach in Niederösterreich die Anzeigen betreffend Vergehen des Suchtmittelgesetzes um mehr als 10,54 Prozent angestiegen seien. Vor allem bei Jugendlichen sei ein starker Anstieg des Drogenmissbrauchs zu verzeichnen. Interne Untersuchungen würden zeigen, dass jeder vierte niederösterreichische Jugendliche schon mit Drogen Kontakt hatte. Besonders stark gestiegen sei der Konsum von Ecstasy in der Jugendszene, sagte Onodi. Ursachen für die Steigerung des Drogenmissbrauchs sind der leichtere Zugang zu illegalen Drogen, aber auch die Gruppendynamik innerhalb des Freundeskreises spielt bei bestimmten Suchtgiften eine größere Rolle als früher.

„Niederösterreich wird daher im Jahr 2002 nicht weniger als 25 Millionen Schilling in die Prävention und Beratung von Jugendlichen und Drogenabhängigen investieren“, meinte Onodi. Besonders das Netz an Streetworkern, die als mobile Teams bei Veranstaltungen, an öffentlichen Plätzen, in Jugendtreffs und auf Bahnhöfen agieren, sei ein wichtiges Instrument, um gefährdete Jugendliche vor dem Missbrauch von Drogen zu schützen, ihnen aber auch einen Weg abseits von Drogen zu ebnen. „Besonders am Herzen liegt mir auch die Sensibilisierung der Jugendlichen, was den Alkohol betrifft. Alkohol ist legal. Aber zugleich wird Alkohol von den Jugendlichen als nicht gefährlich, also abhängigmachend, gesehen. Hier müssen wir unsere Arbeit und unsere Aufklärungstätigkeit noch verstärken. Die Erfahrung zeigt, dass jene Jugendlichen, die rauchen und regelmäßig Alkohol trinken, auch in höherem Maß dazu tendieren, illegale Suchtgifte auszuprobieren“, argumentierte Onodi.


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