27.07.2001 | 00:00

Landesgesundheitsfonds, Palliativ- und Telemedizin

Sobotka zu neuen Ansätzen im Gesundheitswesen

Inmitten der bisher zu sehr von persönlichen Aspekten überlagerten Gesundheitsdebatte erinnerte heute Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka in St.Pölten daran, dass es den Ländern seit 1996 um effizientere Strukturen und eine bessere Versorgung der Bevölkerung gehe. Nicht zufrieden sei die Bevölkerung vor allem mit den Wartezeiten, Doppelgleisigkeiten bei Laboranalytik etc. und den fehlenden Kontakten bzw. der Vernetzung zwischen den Ärzten.

Für eine flexible Leistungsangebotsplanung und eine weitere Regionalisierung des Gesundheitswesens, so Sobotka weiter, sollten Landesgesundheitsfonds eingerichtet werden, die für Krankenhäuser und die niedergelassene Versorgung zuständig sind. Dazu bedürfe es einer 15 a-Vereinbarung mit dem Bund. In Niederösterreich laufen bereits erste Gespräche mit der Gebietskrankenkasse zur Finanzierung aus einer Hand, die auch die Versorgungssicherheit der Gemeinden erhöhen und im Sinne der Bevölkerung mit einer gemeinsamen Strukturierung die Unterversorgung einzelner Regionen beenden würde.

Bei der Palliativmedizin, der Behandlung schwerkranker Menschen mit großen Schmerzen, laufen derzeit in zwei niederösterreichischen Krankenhäusern (Waidhofen an der Thaya und Scheibbs) sowie in Lilienfeld und Gmünd mit mobilen Palliativteams Pilotversuche, um Aufschlüsse hinsichtlich Methodik, Kosten und Strukturierung zu erlangen. Wichtig sei hier, so Sobotka, das im Krankenhaus Erlernte in den extramuralen Bereich zu transferieren und die Finanzierung auch über die Schnittstelle Krankenhaus hinaus zu sichern.

Im Bereich Telemedizin erwartet Sobotka bis Anfang September die Bestbieterermittlung für die bis März 2002 abzuschließende Erfassung eines zentralen EDV-Systems mit einem Rechner für alle 27 Krankenhäuser, das auf den bestehenden Strukturen aufbaut. Das bringe zum einen eine deutliche Kostenreduktion, seien doch die EDV-Budgets für Wartung und Systembetreuung in den einzelnen Häusern enorm hoch, und zum anderen einen Quantensprung hinsichtlich höherer Transparenz und besserer Kommunikation, so Sobotka abschließend.


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