20.07.2001 | 00:00

Ausstellung „Schicksal Temelin“ im NÖ Landhaus

Sobotka: „Schockieren, mahnen und zum Umdenken anregen“

„Schicksal Temelin zeigt die Realität eines Atom-Unfalles aus dem Leben der Menschen um den Sarkophag in Tschernobyl. Die Bildsprache der rund 200 Figuren, geformt aus Montage-Schaum, ist konkret und auf den extremen Gegensatz fokussiert: bunte Figuren wie Sonnen, Blumen und Tiere sowie schwarze Totenbilder in einer Gestalt“, beschreibt Alfred T. Moritz seine Ausstellung „Schicksal Temelin“, die gestern im St.Pöltner Landhausviertel von Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka eröffnet wurde.

„Die Kombination von Kunst und Naturschutz soll eine neue Dimension in die Diskussion um das Atomkraftwerk Temelin bringen. Die Ausstellung soll schockieren, mahnen und vor allem zum Nach- und Umdenken anregen“, meinte dabei Sobotka zu den Schicksalsobjekten des burgenländischen Künstlers, die noch bis 26. Juli im NÖ Landhaus zu sehen sind. Zuvor waren die Objekte als „wanderbares Mahnmal“ in Wullowitz, Freistadt und Linz zu sehen, als letzte Station soll Wien folgen.

Mit der Aktion soll, so Alfred T. Moritz, das Unterbewusstsein der Bevölkerung und vor allem der Entscheidungsträger angesprochen werden, um mit Hilfe der Kunst, die sich hier bewusst hinter scheinbar naiven Figuren verbirgt, Umwelt- und Menschenschutz zu ihrem Recht zu verhelfen.


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