04.07.2001 | 00:00

LHStv. Onodi: Umsetzung des neuen NÖ Tierheimkonzeptes

Neubau des Tierheimes Krems könnte noch im Herbst starten

Im Vorjahr wurde in Niederösterreich ein neues Tierheimkonzept ins Leben gerufen. Das Land stellt für den Versorgungsauftrag und für die fünf konzipierten Tierheimregionen – Wald- und Weinviertel, Mostviertel mit dem niederösterreichischen Zentralraum, Industrieviertel und das Wiener Umland 100 Millionen Schilling (7,27 Millionen Euro) für bauliche Investitionen, das sind je Standort bis zu 20 Millionen Schilling (1,45 Millionen Euro), zur Verfügung. Als Rechtsträger soll die Standortgemeinde oder ein Gemeindeverband des jeweiligen Versorgungsbereiches auftreten. Als Betreiber fungieren bisherige Tierschutzvereine.

„Mit dem Neubau des Tierheimes Krems kann noch im Herbst dieses Jahres begonnen werden“, sagte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. „Die Finanzmittel sind im Budget 2002 bereits gesichert, die Beschlüsse sind in der gestrigen Sitzung der NÖ Landesregierung gefallen. Für den Umbau des bestehenden Tierheimes St.Pölten liegt bereits ein fertiges Projekt vor. Bei Gesprächen wurde eine Kostenüberarbeitung vereinbart, zusätzlich notwendig ist noch die Umwidmung eines Grundstückes. Für das Tierheim in Wiener Neustadt wird ein Neubau ins Auge gefasst, wobei die Stadt bereits signalisiert hat, ein entsprechendes Grundstück am südlichen Stadtrand zur Verfügung zu stellen“, meinte die niederösterreichische Tierschutzreferentin über den Stand der Umsetzung des niederösterreichischen Tierheimkonzeptes.

Über die Tierheime Baden, Bruck an der Leitha und Brunn am Gebirge werden derzeit Gespräche über Lösungen und über deren Einbindung in das Tierheimkonzept geführt. Für die Versorgungsregion Weinviertel wurden Gespräche mit den Bürgermeistern der Bezirke Hollabrunn, Gänserndorf und Korneuburg geführt. Hier muss erst eine Trägerschaft gefunden werden, um die notwendigen Arbeiten fortzusetzen. Die Standortfrage lässt jedenfalls auch die Variante eines Neubaus offen.

„Niederösterreich nimmt eine Vorreiterrolle in ganz Österreich ein“, sagte Onodi weiter. „Damit unterstützen wird nicht nur die vielen Vereine und die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, sondern wir berücksichtigen auch modernste Erkenntnisse aus der Tierverhaltensforschung. Das Tier ist keine Sache, das Tier ist Partner, Freund, Spielgefährte oder einfach Freude an der lebenden Schöpfung der Natur. Tierschutz ist damit auch ganz besonders Demut vor der Schöpfung.“


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