29.06.2001 | 00:00

Josef Plank ein Jahr Landesrat

„Gute Ergebnisse in schweren Zeiten“

Dipl.Ing. Josef Plank ist heute ein Jahr als Agrar-Landesrat im Amt, Grund für den ehemaligen AMA-Manager, eine kurze Bilanz der abgelaufenen zwölf Monate zu ziehen, aber auch einen Blick in die Zukunft der Landwirtschaft zu machen. „Es war ein Jahr der Herausforderungen, die nicht vorhersehbar waren. Themen wie BSE und MKS haben monatelang die Diskussion beherrscht, auch wenn kein einziger Krankheitsfall in Österreich aufgetreten ist. Aber abgesehen von diesen Krisen konnten zahlreiche Maßnahmen für die heimischen Bauern umgesetzt, in schweren Zeiten also durchaus gute Ergebnisse erzielt werden“, erklärt Plank.

Mit einer Reihe von Rindfleischaktionen konnte das schwindende Vertrauen der Konsumenten in die heimische Fleischqualität wieder zurückgewonnen werden. Nicht zufrieden könne man aber damit sein, dass Rindfleisch heute immer noch 15 Prozent billiger beim Bauer eingekauft wird, die Konsumenten aber den Eindruck haben, dass das Fleisch teurer ist. Die Marktposition der Bauern müsse gestärkt werden, ein Mittel dazu seine stärkere Kooperationen.

Das Pilotprojekt Bioregion Süd, eine Ausbildungsinitiative zum verstärkten Einsatz biologischer Lebensmittel in Gastronomie, Tourismus und Gemeinschaftsverpflegung, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Weiters hat sich das Land Niederösterreich zum Ziel gesetzt, den Anteil von biologischen Nahrungsmitteln in Großküchen von derzeit rund 10 Prozent auf 25 Prozent zu erhöhen. Bio allein könne aber nicht die alleinige Lösung sein, gefordert sei vielmehr eine ressourcenschonende und nachhaltige Landwirtschaft.

Weitere Arbeitsschwerpunkte: der neu geschaffene Biomasssefonds, der mit 155 Millionen Schilling bis 2002 dotiert ist und den weiteren Ausbau von Biomasse-Fernheizwerken sicherstellt, die Revitalisierung der Flüsse Url und Pulkau sowie eine Machbarkeitsstudie für die Große Tulln, die Neustrukturierung der Güterwegeabteilung, um den optimalen Ausbau und die Erhaltung der ländlichen Infrastruktur sicherzustellen, die Bereitstellung von Landesmitteln in der Höhe von 60 Millionen Schilling für die Sicherung der Milchqualität, die Anerkennung von bisher acht NÖ Gebieten als LEADER+ Region, die erfolgreiche Weiterführung von Alm- und Weideprojekten im Wechselgebiet, im Raum Lilienfeld und im Waldviertel, die erfolgreiche Weiterführung von Landentwicklungsprojekten wie Entwicklung der Landschaft, Wasserhaushalt, alternative Produktion und Vermarktung sowie die Einigung über das Elektrizitätswesengesetz (ElWOG), das die Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern sicherstellt.

„In Zukunft gilt es vor allem den ländlichen Raum weiter zu stärken, d.h. Landentwicklungsprojekte, aber auch Vernetzungen zwischen Landwirtschaft und anderen Bereichen (Tourismus, Kultur, Gesundheit etc.) zu forcieren. Die Qualität und Transparenz der bäuerlichen Produktion ist ebenso zu gewährleisten wie die Sicherheit der Lebensmittel. Der Konsument hat ein Recht, zu wissen, was er isst und woher es kommt, der Bauer hat Anspruch auf einen fairen Preis für sein Produkt. Nachdem Niederösterreich ab 1. Juli den Vorsitz in der Landesagrarreferentenkonferenz innehat, ist mir die verstärkte Zusammenarbeit der Bundesländer vor allem z.B. bei Standards und Gebührenregelungen ein besonderes Anliegen“, umreißt Plank zukünftige Ziele seiner Arbeit.


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