25.06.2001 | 00:00

LH Pröll beim Europaforum im Stift Göttweig:

„Interne Konkurrenzkämpfe schwächen Europa“

„Es ist hoch an der Zeit, die ‚Tretminen der Geschichte‘ zurückzulassen und einig zu werden. Andernfalls schwächt sich Europa im wirtschaftlichen Konkurrenzfeld gegenüber den anderen Kontinenten selbst.“ Auf diese große Gefahren wies Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Samstag bei der Eröffnung des 7. Europaforums zum Thema „Mobilität und Stabilität in einem zusammenwachsenden Europa“ im Stift Göttweig. „Nach dem Fallen des Eisernen Vorhanges wurden neue Grenzen im Denken aufgebaut. Diese abzubauen und die gemeinsame Geschichte aufzuarbeiten, ist die wichtigste Aufgabe“, so Pröll. Allerdings dürfe es im Rahmen der Institutionenreform nicht dazu kommen, dass die großen und starken EU-Mitglieder die kleinen dominieren. Den Regionen sei der gebührende Platz einzuräumen, denn sie schaffen Einheit in Vielfalt und Harmonie. Das Tempo der Osterweiterung sei weniger wichtig als die Gründlichkeit, mit der der Prozess erfolge. Enttäuschte Erwartungen könnten wiederum zu Nationalismen führen. Auch kleine Sorgen müsse man beachten, und auch Brüssel müsse lernen, einen Dialog mit der Bevölkerung zu führen und sich mit ihr auseinander zu setzen.

Nach der Plenarveranstaltung, bei der Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner die Position Österreichs erläutert, wurde die Tagung in vier Arbeitskreisen fortgeführt. deren Ergebnisse am Sonntag präsentiert wurden.


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