21.06.2001 | 00:00

Zusätzliche Jobinitiativen für Jugendliche, Lehrer und Arbeitslose

Pröll: Rechtzeitig auf Entwicklungen des Arbeitsmarktes reagieren

Trotz guter Wirtschaftsentwicklung und hoher Beschäftigtenzahlen in Niederösterreich gibt es nach wie vor Berufsgruppen und Personen, die Probleme am Arbeitsmarkt haben. Betroffen sind neben Jugendlichen auch Abgänger der Pädagogischen Lehranstalten und ältere Arbeitnehmer. „Sie bei ihrer Jobsuche zu unterstützen und über zusätzliche Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote zu informieren, ist das erklärte Ziel einer gemeinsamen Initiative des Landes und der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer Niederösterreich“, betonte gestern Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Unter der gebührenfreien Job-Line 0800-800-250 oder der Internet-Adresse www.arbeitsplatz-niederoesterreich.at gibt es dazu umfangreiche Informationen rund um finanzielle Unterstützung, Wiedereinstieg, Weiterbildung, Lehrlingsausbildungsangebote, Unternehmensgründungen etc. Dazu werden im Hinblick auf die Schulabgänger ein Auffangnetz für Jugendliche geschaffen und die „Lehrerbörse“ ausgeweitet sowie eine Arbeitsstiftung eingerichtet, um rund 250 Arbeitslose punktgenau und nach den Bedürfnissen der Unternehmen ausbilden zu können. Pröll: „Mit dieser Job-Initiative, die gleichzeitig auch die Gemeinsamkeit des Landes mit der Sozialpartnerschaft dokumentiert, wollen wir frühzeitig auf negative Entwicklungen am Arbeitsmarkt reagieren.“

Der Präsident der Arbeiterkammer NÖ, Josef Staudinger, sieht in dieser gemeinsamen Initiative einen weiteren wichtigen Schritt, das vorhandene Arbeitsmarktpotenzial zu nutzen, eine solide Basis für die EU-Erweiterung zu schaffen und das Wirtschaftswachstum in Niederösterreich nicht zu bremsen. „Allein seit 1997 wurden in Niederösterreich über 22.000 zusätzliche Arbeitsplätze für unselbstständig Erwerbstätige geschaffen und rund 17.000 Unternehmen gegründet“, betonte der Landeshauptmann. Diese Wirtschaftsdynamik stelle eine gute Grundlage für künftige Herausforderungen dar.

Die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer, Sonja Zwazl, unterstrich die Bedeutung der Wirtschaft als Arbeitgeber, die über 350.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Dazu bilden über 6.300 Betriebe rund 20.000 Lehrlinge aus. Dennoch brauche die Wirtschaft auch ausländische Fachkräfte, um ihren Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmern decken zu können, meinte Zwazl.

Wirtschaftsforscher prognostizieren in einer mittelfristigen Analyse und einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 3 bis 3,5 Prozent bis 2005 einen Bedarf von rund 25.000 zusätzlichen Arbeitskräften in Niederösterreich. Dazu werden bis 2005 auf Grund der demografischen Entwicklung weitere 12.000 Arbeitskräfte fehlen.


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