19.06.2001 | 00:00

Landesregierung beschließt Biomasse-Fernwärmefonds

Plank: Bis Ende 2002 stehen 155 Millionen Schilling zur Verfügung

Die NÖ Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung auf Antrag von Agrarlandesrat Dipl.Ing. Josef Plank die Einrichtung eines Biomasse-Fernwärmefonds beschlossen. Demnach stehen bis Ende 2002 insgesamt 155 Millionen Schilling für Biomasse-Projekte zur Verfügung. Die bisherigen Mittel wurden auf Initiative der Landesräte Josef Plank, Wolfgang Sobotka, Ernest Gabmann und von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop auf 75 Millionen für 2001 und 80 Millionen Schilling für 2002 aufgestockt.

„Damit ist die Umsetzung einer Reihe von Projekten, die bereits geplant und eingereicht worden sind, gesichert. Die Warteliste der Interessenten wird immer länger. Das ist in Anbetracht der derzeitigen permanenten Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern nicht verwunderlich. Um die Chance zu nutzen, erneuerbare heimische Energie zu forcieren, hat das Land die Förderungsmittel erhöht und die Weichen für eine positive Entwicklung im Bereich Biomasse gesetzt“, betont Plank.

Aus umweltpolitischer Sicht ist die Aufstockung ein wesentlicher Beitrag zum Klimabündnis-Ziel, das die Reduktion der CO2-Emissionen um 50 Prozent bis 2010 vorsieht. Ziel des NÖ Klimaschutzprogramms ist es, durch konzentrierte Fördermaßnahmen Fernwärme aus Biomasse gegenüber fossilen Energieträgern konkurrenzfähig zu machen.

Plank weist auch auf die positiven Auswirkungen für die Landwirtschaft hin: „Der Einsatz heimischer nachwachsender Rohstoffe bedeutet für die Bauern zusätzliches Einkommen durch Lieferung des Energierohstoffes Holz, der ausreichend in Österreich vorhanden ist. Insgesamt werden damit der ländliche Raum und die Regionen gestärkt.“

In Niederösterreich sind bereits 140 Biomasse-Fernheizwerke mit einer Leistung von 157 Megawatt in Betrieb. 7.000 Haushalte bzw. öffentliche Gebäude sind an Fernwärmenetze angeschlossen. Niederösterreich setzt damit den erfolgreichen Weg fort, Wärmekomfort aus heimischen Rohstoffen offensiv anzubieten und gleichzeitig Wertschöpfung in den Regionen zu sichern.


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