15.06.2001 | 00:00

VRE-Präsidentin Prokop in Brüssel:

Anliegen der Regionen stärker berücksichtigen

„Die Organisationen, wie die VRE, die sowohl Regionen der EU als auch der Beitrittsländer vertreten, müssen an den Arbeiten des künftigen Konvents beteiligt werden, der mit der Vorbereitung der EU-Regierungskonferenz im Jahr 2004 beauftragt ist“, erklärte Liese Prokop, Präsidentin der Versammlung der Regionen Europas, am Mittwoch in einer Pressekonferenz im Verbindungsbüro in Brüssel.

Prokop begrüßte die Initiative der künftigen belgischen Präsidentschaft, Überlegungen zur Rolle der Regionen mit Legislativkompetenz bei der Beschlussfassung auf Gemeinschaftsebene in ihr Programm aufzunehmen, und bestand in ihren Gesprächen – insbesondere mit den Ministerpräsidenten von Wallonien, Cauwenberghe, und Flandern, Dewael – darauf, dass diese Überlegungen globaler sein sollten, um auf eine verstärkte Teilnahme aller Regionen in den europäischen Entscheidungsprozessen hinauszulaufen. „Die Regionen sind Träger der bürgernahen demokratischen Rechtmäßigkeit, und ihre Meinungen auf europäischer Ebene müssen gebührend berücksichtigt werden. Dies ist Grundvoraussetzung, um das derzeitige demokratische Defizit zu verringern und ein bürgernahes Europa aufzubauen.“

Die Präsidentin der VRE unterstrich ebenfalls, dass „es von oberster Wichtigkeit sei, das Subsidiaritätsprinzip als Strukturelement für die Debatte um die Zukunft und den Aufbau des erweiterten Europa beizubehalten. Es ermöglicht eine Rückkehr zur Basisdemokratie und stellt die Bürgernähe sicher, es hilft, die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten zwischen den verschiedenen Entscheidungsebenen klar abzugrenzen, und trägt zur Einrichtung eines gut funktionierenden Regierungsstils bei, der nicht nur die intellektuelle Elite, sondern auch die Bürger allgemein zufrieden stellt.“

Die 1985 gegründete VRE ist eine politische Organisation der Regionen Europas und Sprachrohr ihrer Interessen auf europäischer und internationaler Ebene. Sie vereinigt die Regionen Europas, damit diese gemeinsam am Aufbau und der Integration Europas mitarbeiten können. Die VRE zählt derzeit 250 Mitgliedsregionen aus 26 europäischen Ländern und 12 interregionale Organisationen.

Weitere Informationen: Presse- und Kommunikationsdienst der VRE: Barbara Thauront und Francine Huhardeaux, Telefon +33 3 88 22 07 07, Fax +33 3 88 75 67 19, e-mail infopresse@are-regions-europe.org, VRE-Büro in Brüssel: Stéphane Cools und Hinde Youssouf, Telefon +32 2 421 85 12, Fax +32 2 421 87 87, e-mail s.cools@mrw.wallonie.be. Internet: http://www.are-regions-europe.org.


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