11.06.2001 | 00:00

Onodi: Krisentelefon für anonyme Geburt und Babyklappe

Mögliche Unterstützung für Frauen in Krisensituationen

Bei der nun durchgesetzten Möglichkeit der anonymen Geburt in allen niederösterreichischen Krankenhäusern, die eine entsprechende Abteilung haben, und die Einrichtung von „Babyklappen“ in einigen Schwerpunkt-Spitälern, die derzeit geprüft werde, stehe vor allem eine wirkungsvolle Unterstützung für Frauen in Krisensituationen und eine entsprechende medizinische Betreuung für das Kind und die Mutter im Vordergrund, sagte heute Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. Sichere die Möglichkeit der anonymen Geburt eine umfassende medizinische und psychologische Betreuung für Mutter und Kind, so sollte die sogenannte „Babyklappe“ jene Fälle abdecken, wo die Schwellenangst vor dem Krankenhaus für die Mütter zu groß erscheine und es zu Kindesweglegungen von bereits älteren Babys oder Kleinkindern komme.

„Frauen in Krisensituationen muss beigestanden werden. Da kann es keine ideologischen Barrieren geben“, sagte Onodi zum erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen mit den niederösterreichischen Krankenhäusern. Für beide Maßnahmen werde man aber nicht ohne flankierende Maßnahmen auskommen. Eine psychologische Nachbetreuung oder Begleitung sei anzustreben. Bei einer Nachbetreuung kann sich durchaus auch eine Entwicklung ergeben, wo das Kind trotz aller Ängste und Bedenken bei der Mutter verbleibe. Die Freigabe zur Adoption des Kindes sollte nur nach eingehenden Gesprächen mit der Mutter erfolgen. „Zusätzlich könnte eine Hotline für anonyme Geburt bzw. für die Babyklappe im Bereich der bisher angebotenen Service-Telefonnummern des Landes Niederösterreich eingerichtet werden“, meinte Onodi abschließend.


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