08.06.2001 | 00:00

Zwei Milliarden Schilling Investitionen für Bahnausbau

Nahverkehrsausbau Liesing – Wiener Neustadt abgeschlossen

Mit der Fertigstellung der Unterführung Badener Straße – Flugfeldgürtel in Wiener Neustadt, die heute Freitag, 8. Juni, eröffnet wurde, wird der Nahverkehrsausbau der Südbahn zwischen Liesing und Wiener Neustadt nach über zehnjähriger Bauzeit und einem Investitionsvolumen von rund zwei Milliarden Schilling abgeschlossen. Die Unterführung und die Verlegung der Haltestelle Wiener Neustadt-Nord um 100 Meter nach Süden kostete rund 40 Millionen Schilling. Die Grundlage für diese Investitionen bildete ein Vertrag über den Ausbau des Nahverkehrs zwischen Liesing und Wiener Neustadt, welcher im Januar 1990 unterzeichnet wurde. Ziel der Vertragspartner, dem Land Niederösterreich und der ÖBB, war eine zeitgemäße Infrastruktur und ein dichterer Fahrplan mit kürzeren Fahrzeiten für die Pendler.

Die wichtigsten Maßnahmen im Detail: Die Bahnhöfe Mödling, Leobersdorf, Felixdorf und Wiener Neustadt wurden mit neuen Inselbahnsteigen, Personendurchgängen, kundengerechten Wartezonen, Aufzügen, modernen Informationsanlagen, Adaptierungen an den Aufnahmegebäuden und mit Gleis- und Weichenanlagen zeitgemäß umgebaut. Die Haltestellen Perchtoldsdorf, Brunn-Maria Enzersdorf, Gumpoldskirchen, Pfaffstätten, Theresienfeld und Wiener Neustadt-Nord wurden modernisiert. Dabei wurden Bahnsteige auf 55 Zentimeter Kantenhöhe angehoben. Zudem wurden Stellwerke in Brunn Maria Enzersdorf, Mödling, Pfaffstätten, Bad Vöslau und Leobersdorf erneuert. Vor allem wurden Schiene und Straße durch die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen und die Errichtung von Ersatzbauwerken in den Gemeinden Brunn bzw. Maria Enzersdorf, Gumpoldskirchen, Pfaffstätten, Sooß, Bad Vöslau, Sollenau, Felixdorf, Theresienfeld und Wiener Neustadt getrennt. Insgesamt wurden 38 Eisenbahnkreuzungen aufgelassen. 15 neue Unterführungen und eine Überführung sorgen künftig für mehr Sicherheit.

„Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sind Investitionen in die Zukunft“, zeigte sich ÖBB-Generaldirektorstellvertreter Dipl.Ing. Helmut Hainitz zuversichtlich, dass sich der Bahnausbau rechnet und gleichzeitig die Straße entlastet werden kann. ÖBB-Planungschef Dipl.Ing. Thomas Türinger sprach von einer großen Herausforderung für sein Team bei der Planung und Umsetzung dieser wichtigen Investition mit den zahlreichen einzelnen Detailprojekten, die bei vollem Fahrbetrieb errichtet wurden. Mag. Sylvia Sarreschtehdari-Leodolter, AK-Verkehrsexpertin, betonte, dass eine moderne Infrastruktur nur eine von drei Säulen für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr bilden würde, die anderen seien eine sozial verträgliche Tarifpolitik und eine umfassende Kundenorientierung. Dipl.Ing. Otfried Knoll, Geschäftsführer der NÖVOG, unterstrich, „dass der Hauptbahn-Verkehrsdienstevertrag nicht nur die Finanzierung des Wiesel-Doppelstockwaggons mit Landesmitteln ermöglicht. Er ist vor allem das Instrument der laufenden Anpassung der Fahrpläne an die Kundenbedürfnisse.“ VP-Klubobmann Landtagsabgeordneter Mag. Klaus Schneeberger, in Vertretung des Landeshauptmannes, hob hervor, dass mit dem nunmehr fertig gestellten Nahverkehrsausbau der Südbahn und mit dem Einsatz der modernen Wieselzüge mit 60 Doppelstockwaggons eine Alternative zum fast schon täglichen Stau auf der Südautobahn geboten wird. Stolz auf das „attraktive und herzeigbare Projekt“ zeigte sich auch Wiener Neustadts Vizebürgermeister Holger Linhart: „Mit dem umgesetzten Maßnahmenbündel werde der Großraum Flugfeld städtebaulich enorm aufgewertet und ein Meilenstein für eine moderne und sinnvolle Verkehrspolitik gesetzt.“


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