05.06.2001 | 00:00

LHStv. Onodi zum Welt-Umwelttag:

Naturschutz im 21. Jahrhundert neuen Stellenwert geben

„Der Schutz von Natur und Umwelt hat in Generationen, ja in Jahrhunderten zu denken,“ sagte Niederösterreichs Naturschutzreferentin, Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, anlässlich des heute, am 5. Juni, stattfindenden Welt-Umwelttages 2001 der Vereinten Nationen.

Niederösterreich habe in der vergangenen Woche durch einen Beschluss der Landesregierung zum Beitritt zur „Charta von Valencia“ ein klares Bekenntnis abgelegt, meinte Onodi weiter. Die Charta verstehe sich als Erklärung einer moralischen Verpflichtung zu Prinzipien und Zielsetzungen der Umweltpolitik. Das 21. Jahrhundert müsse, im Gleichschritt der sich ständig beschleunigenden wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung, „zu einem Jahrhundert des Schutzes von Natur und Umwelt werden“, formulierte Onodi.

Der Schutz der Umwelt und unseres Naturerbes befinde sich in einem Spannungsfeld zwischen der Bewahrung der ökologischen Vielfalt, einer dynamischen Landentwicklung und wirtschaftlicher Entwicklungsstrategien, sagte Onodi. Daher seien diese Aufgabengebiete nicht nur in Niederösterreich in den vergangenen Jahrzehnten vom Rand der Politik in das Zentrum wissenschaftlicher und politischer Regelungsmechanismen gerückt. Investitionen in den Umweltschutz, verbindliche Kriterien für das Vermeiden von Verschmutzungen von Luft, Wasser und Boden, die Erstellung von ökologischen Grundlagen und die Verbindung von Ökologie und Ethik seien wichtiger denn je.

Wenn der Anspruch an die Politik, was den Naturschutz und die Umwelt betrifft, steigt, so sei das sehr positiv, meinte Onodi weiter. Natur- und Umweltschutzverbände, Bürgerinitiativen, Städte und Gemeinden, aber auch die Bürger seien aktiver als je zuvor. Auch die nun vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen seien ein wichtiges Instrument.

„Jeder unbewusste oder gezielte Eingriff in die Umwelt beeinflusst einen Lebensraum, dessen Ressourcen gegeben sind und nicht beliebig vermehrt werden können“, meinte Onodi. „Wir beeinflussen damit nachhaltig etwas nicht mehr Herstellbares. Ein Weg zurück ist meist nicht mehr möglich. Um die Entwicklung unseres Landes positiv zu beeinflussen und die Umwelt zur Mitwelt werden zu lassen, kommt es daher auch in der Zukunft darauf an, Demut vor der Schöpfung zu zeigen“, schloss Onodi.


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