01.06.2001 | 00:00

Beratung, Vorbeugung gegen Missbrauch wichtiger denn je

LHStv. Onodi: Jeder vierte Jugendliche probiert Drogen

Als sehr besorgniserregend bezeichnete heute Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi die jüngste Darstellung von Fachleuten, wonach bereits jeder vierte Jugendliche Suchtgift zumindest „versucht“ hat. Ursache dafür sei der leichtere Zugang zu illegalen Drogen. Aber auch die Gruppendynamik innerhalb eines Kreises von Freunden spiele bei bestimmten Suchtgiften eine größere Rolle als früher.

„Niederösterreich wird daher im Jahr 2002 nicht weniger als 25 Millionen Schilling in die Prävention und Beratung von Jugendlichen und Drogenabhängigen investieren“, sagte Onodi. Besonders das Netz an Streetworkern sei ein wichtiges Instrument, um gefährdete Jugendliche vor dem Missbrauch von Drogen zu schützen. Streetwork zeichne sich dadurch aus, dass Sozialarbeiter als mobile Teams dort agieren, wo auch die konkret betroffenen Jugendlichen anzutreffen sind, also bei Veranstaltungen, auf öffentlichen Plätzen, in Jugendtreffs und auf Bahnhöfen.

Besonders am Herzen liege ihr auch die Sensibilisierung der Jugendlichen, was den Alkohol betrifft, meinte Onodi weiter. Alkohol sei legal – aber gleichzeitig werde der Alkohol als nicht gefährlich gesehen. Die Arbeit und die Aufklärung in Niederösterreich müssen also verstärkt werden, denn die Erfahrung zeige, dass jene Jugendlichen, die rauchen und regelmäßig Alkohol trinken, auch in höherem Maß dazu tendieren würden, illegale Suchtgifte auszuprobieren.


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