28.05.2001 | 00:00

Wie lebten die Germanen in unseren Breiten?

In Elsarn wird ein Freilichtmuseum eröffnet

Die germanische Bevölkerung des zweiten und dritten nachchristlichen Jahrhunderts im nördlichen Mitteldonaugebiet führte ein hartes Leben. Die Germanen der Römerzeit in unseren Breiten waren Bauern, lebten von der Landwirtschaft, übten aber auch bäuerliche Handwerke aus. In Elsarn im Straßertal wurde ein komplettes germanisches Gehöft rekonstruiert, das einen Einblick in die Lebensumstände der Bauern in dieser Zeit gibt und das gleichzeitig eine Hauptattraktion des Kulturparks Kamptal zu werden verspricht. Die Eröffnung findet am kommenden Samstag, 2. Juni, um 14.30 Uhr statt.

Die Rekonstruktion und Errichtung des Freilichtmuseums wurde in den vergangenen vier Jahren durchgeführt. Das Gehöft ist mit Palisadenzäunen befestigt und enthält außer dem Wohngebäude samt Einrichtungsgegenständen eine Keramikwerkstätte, eine Holzdrechslerei und ein Weinschnitzeratelier, eine Web- und Textilwerkstatt, ein Backofenhaus und eine Fleischräucherei, einen Schaugarten sowie einen Getreidespeicher. Der Eingangsbereich am Rand des Gehöfts wurde samt Buffet und Museumsshop modern gestaltet und liegt direkt an der Bundesstraße 35 von Straß nach Elsarn. Eine Brücke und ein Steg sorgen für eine Anbindung an das Wanderwegenetz. Im Eingangsgebäude befindet sich ein archäologischer Schauraum mit Originalfunden, außerhalb des Gehöfts ein Naturlehrpfad.

Für die Rekonstruktion und die Errichtung zeichnet Univ.Prof. Dr. Herwig Friesinger (Österreichische Akademie der Wissenschaften) verantwortlich, Mitarbeiter waren Experten des Instituts für Früh- und Urgeschichte in Wien sowie des Instituts für Botanik der Universität für Bodenkultur.


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