17.05.2001 | 00:00

Erdgasfahrzeug für Stadtgemeinde Neunkirchen

Sobotka: Gute Zukunftschancen im öffentlichen Verkehr

Die Stadtgemeinde Neunkirchen hat ein erdgasbetriebenes Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz NGT Sprinter angekauft, dessen Betrieb im Rahmen des Projektes „Erdgasfahrzeuge für Kommunen“ von Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka gefördert wird.

„Mit der Entscheidung für Erdgas als Treibstoff nimmt die Stadtgemeinde Neunkirchen eine Vorreiterrolle im Bezirk ein. Erdgas ist von allen fossilen Brennstoffen der umweltverträglichste. Bei seiner Verbrennung entsteht deutlich weniger CO2 als bei anderen Kraftstoffen, etwa 25 Prozent weniger als bei Benzin. Erdgas als Kraftstoff kann dadurch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, meint Sobotka zu den Vorteilen von Erdgas.

Bei der Verwendung von Erdgas werden aber auch im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen um etwa 80 Prozent weniger Ozonbildner, 25 Prozent weniger Stickoxide, bis zu 50 Prozent weniger Kohlenmonoxid und 65 Prozent weniger Rußpartikel emittiert. Erdgasfahrzeuge sind zusätzlich bedeutend leiser als konventionell betriebene.

Die EVN wird auf dem Gelände der EVN Neunkirchen eine Erdgastankstelle in Form einer Langsambefüllungsanlage errichten. Der Tankvorgang für eine derartige Anlage dauert rund zwei Minuten. Der Gaspreis an der „EVN-Erdgastankstelle“ beträgt 6,99 Schilling pro Kubikmeter. Ein Kubikmeter Erdgas, bezogen auf den Normzustand, ist energieäquivalent mit ca. 1,11 Litern Benzin; das bedeutet, Erdgas kostet an der „EVN-Erdgastankstelle“ rund 6,30 Schilling, vergleichbar zu einem Liter Benzin.

Der Erdgasverbrauch des Neunkirchner Gasbusses beträgt im städtischen Einsatz ca. 13 Kubikmeter pro 100 Kilometer, das sind rund 0,9 Schilling pro Kilometer. Ein vergleichbares Dieselfahrzeug braucht dafür rund 12 Liter Diesel, somit 1,284 Schilling pro Kilometer.

„In der Anschaffung sind Erdgasfahrzeuge noch etwas teurer als herkömmliche Autos, aber wie das Beispiel Neunkirchen zeigt, rechnet sich deren Einsatz nicht nur für die Umwelt und das Klima, sondern auch finanziell für die Kommunen“, so Sobotka abschließend.


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