16.05.2001 | 00:00

NÖ Spitälern fehlen aktuelle Informationen über EDV-Systeme

Onodi: Untersuchung soll Überblick ermöglichen

Die Kosten in den niederösterreichischen Spitälern steigen ständig. Die Mittel für die Finanzierung der Krankenhäuser werden aber immer knapper. Deshalb müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, die Schwachpunke aufzuzeigen und die verbesserungsfähigen Geschäftsfelder zu beschreiben, um Steigerungen bei der Wirksamkeit zu erzielen, sagte heute Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi.

Daraus könne man Entscheidungsgrundlagen für das weitere Vorgehen gewinnen, meinte Onodi weiter. Derzeit fehle nämlich eine aktuelle, gesammelte Information über EDV-Systeme, wie sie in den niederösterreichischen Krankenhäusern eingesetzt werden. Sie sind daher unter Berücksichtung der externen Partner, der Kommunikationsflüsse und der vorhandenen EDV-Systeme mit Hard- und Software zu beschreiben, sagte Onodi. Da eine Untersuchung der Geschäfte bei allen Krankenhäusern den Rahmen sprengen würde, sollte sich diese Untersuchung auf jene des Südraums – Mödling, Baden, Wiener Neustadt, Neunkirchen, Grimmenstein – und auf die landeseigenen Anstalten – Gugging/Tulln, Mauer – beschränken. Zusätzlich werde eine Erhebung der vorhandenen EDV-Systeme mittels Fragebogen in allen niederösterreichischen Krankenhäusern erfolgen. „Der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds, Bereich Gesundheit, erhofft sich zumindest einen Überblick der Arbeitsabläufe und der EDV-Situation in den niederösterreichischen Krankenhäusern“, formulierte Onodi. Es sei zu erwarten, dass sich aus den Bereichen des engeren Geschäftes einige Aufgabengebiete herauskristallisieren, deren Neugestaltung, Verbesserung und Unterstützung durch die EDV einen entsprechenden qualitativen und quantitativen Nutzen bringen. Neben den Vertretern der Träger von Krankenhäusern müsse selbstverständlich auch Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka als Auftraggeber des Projektes eingebunden sein. Das Projekt sollte innerhalb von sechs Monaten abgewickelt werden. Den Auftrag sollte eine erfahrene Firma erhalten, wobei die Kosten maximal drei Millionen Schilling ausmachen würden.

In Niederösterreich haben 25 Krankenhäuser an 27 Standorten 21 verschiedene Rechtsträger. Weil die Träger autonom sind, werden die niederösterreichischen Spitäler von wechselnden EDV-Firmen betreut, die unterschiedliche Systeme anwenden. Ebenso unterschiedlich ist die Ausstattung der EDV. Für ein einheitliches System mit entsprechenden Vernetzungsmöglichkeiten ist ein vollständiges Bild über den Ist-Zustand notwendig. Die Schwachstellen müssen analysiert werden. Darauf aufbauend sind machbare Maßnahmen zu entwickeln, mit denen Schwachstellen beseitigt und die Kosten reduziert werden und gleichzeitig der Nutzen ansteigt.


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