11.05.2001 | 00:00

Prälat Dr. Norbert Mussbacher eröffnete Ausstellung

Bezirke Lilienfeld und Scheibbs im Bild und in Büchern

„Aus dem Vergangenen erkennen wir das Gegenwärtige und das Zukünftige, und wir sehen zugleich, was man morgen zu tun und zu lassen habe“ – mit diesem Zitat eröffnete gestern, Donnerstag, in der NÖ Landesbibliothek in St.Pölten Prälat Dr. Norbert Mussbacher die diesjährige Ausstellung „Die Bezirke Lilienfeld und Scheibbs – Alte Ansichten und Bücher“. Die Ausstellung ist bis 28. September Montag sowie Mittwoch bis Freitag von 8.30 bis 16 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 19 Uhr geöffnet.

Die Bedeutung dieser Kulturlandschaft zwischen Gerichtsberg und der Kartause Gaming versucht die Ausstellung mit rund 300 Ansichten, speziell Karten, und etwa 60 Büchern hervorzuheben. Dr. Ralph Andraschek-Holzer hat bestens für die Auswahl der Bilder und die Zusammenstellung des Kataloges gesorgt, Dr. Hermann Steininger – ein letztes Mal – für die Literaturauswahl.

Beide Bezirke liegen überwiegend im Gebiet der Kalkvoralpen. Sind im Bezirk Lilienfeld Reisalpe, Gippel und Göller die höchsten Erhebungen, findet man in Scheibbs die Hauptberge Ötscher, Dürrenstein und Hochkar. Im 19. Jahrhundert entstanden große Eisenwerke, doch gehört die wirtschaftliche Bedeutung der „schwarzen Grafen“ großteils der Vergangenheit an. Durch beide Bezirke führen auch seit alters her wichtige Verkehrswege, so zum Beispiel die „Via Sacra“, der alte Wallfahrtsweg von Wien nach Mariazell. In beiden Bezirken liegt im Zentrum ein Kloster: Während das 1202 gegründete Zisterzienserstift Lilienfeld bis heute ein bedeutender Träger der Kultur, Bildung und Wirtschaft geblieben ist, fiel die 1331 bis 1342 errichtete Kartause Gaming den josefinischen Reformen zum Opfer. Beim Wintersport war es dafür umgekehrt: Konnte der Raum Lilienfeld an die einstige Bedeutung unter Mathias Zdarsky nicht anschließen, stehen im Bezirk Scheibbs in Lackenhof und am Hochkar bestens erschlossene Schigebiete zur Verfügung.


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