09.05.2001 | 00:00

Auftaktveranstaltung zum TecNetCluster Holz Niederösterreich

Gabmann, Sobotka und Plank präsentieren Innovationsoffensive

In Anwesenheit von Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann, Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka, Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank und Landesrätin Christa Kranzl fand gestern in St.Pölten unter dem Motto „Niederösterreichische Holzwirtschaft im Aufbruch. Start einer Kooperations- und Innovationsoffensive“ die Auftaktveranstaltung zum TecNetCluster Holz Niederösterreich statt. Ziel der Veranstaltung war es, das große Interesse des Landes Niederösterreich zu dokumentieren, die Holzwirtschaft durch den TecNetCluster Holz zu fördern und die regionale Wertschöpfung zu steigern.

Nach den zuletzt massiven Anstrengungen bei Innovation und Technologie gelte es jetzt, im Bereich von Kooperationen nachzuholen, betonte dabei Gabmann. Die Zeit sei reif, im Mitbewerber nicht mehr nur den Konkurrenten, sondern auch den Partner zu sehen, was keineswegs zulasten von Eigenständigkeit und Identität gehe. Durch den Cluster im Bereich Holz sieht Gabmann auch eine Vorbildwirkung für andere Sparten wie Wellness oder automotive Produkte. In rund zwei Jahren 70 bis 80 Prozent der relevanten Betriebe im Cluster verbunden zu sehen, wäre ein großer Erfolg, so Gabmann, der massive Unterstützungen etwa für überbetriebliche Werkstätten etc. in Aussicht stellte.

Sobotka hob besonders die CO2-Neutralität des Baustoffes Holz und die Synergien zu Klimabündnismaßnahmen hervor. Durch die Bauordnung 1996 sei es im Ein- und Zweifamilienhausbau bereits gelungen, eine Renaissance des Holzhauses einzuleiten. Diese gelte es, auch in Richtung großvolumiger Wohnbau zu forcieren. In fünf Jahren erwartet sich Sobotka eine Verdoppelung der heutigen Rate der Verwendung von Holz als Baustoff auf etwa 20 Prozent. Zu einer Bewusstseinsänderung gegenüber dem langlebigen, umweltfreundlichen, widerstandsfähigen, vielseitigen, Lebens- und Wohnqualität bietenden Baumaterial soll u.a. der heuer zum zweiten Mal ausgelobte Niederösterreichische Holzbaupreis beitragen, so Sobotka.

Plank erwartet sich vom Holzcluster eine verlässliche Kooperation zwischen der Forstwirtschaft und dem nachgelagerten Bereich. In Niederösterreich seien 39 Prozent der Landesfläche bewaldet, das Land das waldreichste nach der Steiermark. Niederösterreich weise einen jährlichen Nettozuwachs an Holz von 1,5 Millionen Festmetern auf und verfüge so über einen nahezu unbegrenzt verfügbaren Massenrohstoff, der durchaus auch in der Aufbringung und Vorsortierung Zusammenarbeit verlange. In Niederösterreich laufen derzeit insgesamt 140 Biomasse-Fernheizwerke. Für die Förderung der Biomasse sei in den nächsten zwei Jahren das Budget auf 80 Millionen Schilling aufgestockt worden, so Plank abschließend.


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