09.05.2001 | 00:00

Zwei neue Studiengänge an der Fachhochschule Krems

Sobotka: Wo das Land die Feder führt, expandiert die Bildung

In St.Pölten präsentierten heute Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka, NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl und Dkfm. Mag. Heinz Boyer, Geschäftsführer des IMC Krems, mit „Unternehmensführung und E-Businessmanagement“ sowie „Gesundheitsmanagement“ zwei neue Studiengänge, die ab Herbst an der Kremser Fachhochschule starten.

Überall dort, wo das Land federführend sei, expandiere auch die Bildungslandschaft, betonte dabei Sobotka: Die Fachhochschulen hätten sich zu einer Erfolgsstory entwickelt, die Donau Universität Krems stehe knapp vor der Anerkennung von Doktoratsstudien bzw. Habilitationen und auch die NÖ Landesakademie habe sich mit Zukunftsthemen sehr profiliert.

In Krems, wo jetzt der Weg zu einem Vollstandort eingeschlagen sei, habe schon bisher der private Träger International Management Center (IMC) hervorragende Arbeit geleistet, so Sobotka weiter. Die Fachhochschulen weiter zu stärken und zu dislozieren sei wesentliches Anliegen des Landes und für die Bildungslandschaft unabdingbar notwendig.

Das Gesundheitsmanagement mit seinen hohen Zuwächsen eröffne neue Berufsfelder und Perspektiven auf 30 Jahre. Von dem auch von der Ärztekammer mitfinanzierten Ausbildungszyklus „Public Health – Gesundheitsmanagement“ mit den Schwerpunkten Pharmabereich, Versicherungswesen, Gesundheitsförderung und International Health Consulting erwartet sich Sobotka Zusatzqualifikationen für den intra- und extramuralen Bereich, eine Aufwertung des Prinzips Vorsorge und Beratung und eine verstärkte regionale Wertschöpfung.

Hinsichtlich des Studienganges „Unternehmensführung und E-Business Management für kleinere und mittlere Unternehmen“ sprach Zwazl von einem weiteren wesentlichen Baustein für ein NÖ Ausbildungsnetzwerk im IT-Bereich. Dass 72 Prozent der heimischen Klein- und Mittelbetriebe über einen Internet-Zugang verfügen, sei zwar ein sensationeller Wert, der Arbeitsmarkt sei aber in Bzug auf IT-Kräfte ausgedörrt. Damit sich dieser Umstand nicht zu einem entscheidenden Standort- und Wettbewerbsnachteil auswachse, bedürfe es neben dem flexiblen Zuzug ausländischer Fachkräfte auch einer entsprechenden Ausbildung, wie sie etwa auch das WIFI Niederösterreich im letzten Kursjahr in 900 Kursen im IT-Bereich 9.000 Teilnehmern angeboten habe.

Boyer bezeichnete Krems mit den ab Herbst verfügbaren vier Studiengängen als „Heidelberg von Niederösterreich“, damit sei der Weg offen zu einem zweiten Fachhochschul-Standort. Ab Herbst gibt es am IMC 520 Studenten, bis zum Jahr 2005 erwartet er sich 1.500 Vollzeit-Studenten, die Krems im Schnitt pro Monat 8.000 Schilling und damit in Summe 80 bis 90 Millionen Schilling zugute kommen lassen.

Insgesamt stehen für die beiden neuen Studiengänge je 200 Studienplätze zur Verfügung, für die es das Zehnfache an Bewerbern gibt. Beide Studiengänge sind derzeit als Vollzeitstudien über acht Semester mit je zwei Praxissemestern angelegt, ab dem nächsten Jahr ist auch an eine berufsbegleitende Ausbildung gedacht. Abgeschlossen wird mit dem Titel Magister (FH), die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni.


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