30.04.2001 | 00:00

Mehr Mittel für Biomasse-Fernwärme

Plank: Budgetaufstockung von 20 auf 80 Millionen Schilling

Für die Biomasse-Fernwärmeförderung stehen nach Angaben von Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank in Niederösterreich in Zukunft mehr Landesmittel zur Verfügung. Die Fernwärmeförderung wurde für die Jahre 2001 und 2002 von 20 auf 80 Millionen Schilling jährlich aufgestockt. Darauf einigten sich die Regierungsmitglieder Mag. Wolfgang Sobotka, Liese Prokop, Ernest Gabmann und Dipl.Ing. Josef Plank. „Damit ist die Realisierung zahlreicher Projekte bis Ende 2002 gesichert, und es können bereits seit einiger Zeit anstehende Projekte realisiert werden. Die Warteliste der Fernwärmeinteressenten hatte sich mittlerweile auf fast 80 erhöht. Die Preisentwicklung bei fossiler Energie wie Erdöl und Erdgas hat zu einem regelrechten Fernwärme-Boom geführt, der unsere Budgetmittel bei weitem überfordert hat. Das Land Niederösterreich hat nun die Weichen für eine weitere positive Entwicklung für den Einsatz erneuerbarer Energien gestellt“, betont Plank.

Als erste Maßnahme hat die Landesregierung in dieser Woche die Förderung der Fernwärmeversorgung Groß Gerungs mit einem Landesanteil von 2,3 Millionen Schilling beschlossen. In der Waldviertler Gemeinde werden 30,4 Millionen Schilling in die Fernwärme investiert, wobei der Bund 3,5 Millionen und die EU 5,8 Millionen Schilling zuschießen.

Die Aufstockung der Budgetmittel ist ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Zieles. Plank: „Wichtig ist auch, dass heimische nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden. Damit stärken wir den ländlichen Raum und die Regionen. Für Landwirte bedeutet dies zusätzliches Einkommen durch Lieferung von Energierohstoff.“

In Niederösterreich sind bereits 140 Biomasse-Fernheizwerke mit einer Leistung von 157 Megawatt in Betrieb. 7.000 Haushalte bzw. öffentliche Gebäude sind an Fernwärmenetze angeschlossen.


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