27.04.2001 | 00:00

Onodi zum „Internationalen Tag des Gesundheitsschutzes“:

Sicherheit der Arbeitsplätze und aktive Gesundheitsvorsorge

„Jeder zweite Arbeiter erreicht das gesetzliche Pensionsanfallsalter nicht, weil er vorzeitig wegen Invalidität oder Krankheit aus dem Berufsleben ausscheiden muss. Daraus wird offensichtlich, wie viel wir im Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und im Bereich der Vorsorge noch zu tun haben. Hier sind Initiativen für die Bevölkerung ebenso notwendig wie die ständige Weiterentwicklung des Gesundheitswesens und eine Verbesserung des Services für die Patientinnen und Patienten“, sagte heute Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi anlässlich des „Internationalen Tages des Gesundheitsschutzes“. Neben der ständigen Suche nach Verbesserungen des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz muss aber auch das Bewusstsein der Bevölkerung für die Vorsorge geschärft werden. Die Österreicher sind leider beim Thema Gesundheitsvorsorge „Nachzügler“: Fast 70 Prozent der Österreicher glauben, dass man es großteils selbst in der Hand hat, wie es einem im Alter geht. Doch nicht immer werden gute Vorsätze in die Praxis umgesetzt: Derzeit nimmt etwa nur rund ein Viertel der Bevölkerung aktiv an der breiten Palette der Gesundheitsvorsorge teil, nur etwa die Hälfte zeigt sich zumindest interessiert. Im Bewusstsein der Bevölkerung ist das Gesundheitssystem noch immer als eine Art von „Reparatur-Medizin“ verankert, die erst dann in Anspruch genommen wird, wenn bereits auftretende Symptome geheilt werden sollen. „Unsere Aufgabe als Gesundheitspolitiker muss sein, die umfassende Gesundheitsversorgung für alle sicherzustellen, sichere Arbeitsplätze zu gewährleisten, gefährdende Einflüsse im Beruf so umfassend wie möglich auszuschalten und die Menschen zu bewegen, ihr Leben so zu gestalten, dass die meisten Symptome und Krankheitsbilder rechtzeitig erkannt werden und so extreme Entwicklungen verhindert werden können“, meinte Onodi abschließend.


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