11.04.2001 | 00:00

NÖ Kultur- und Wirtschaftsdelegation besucht den Iran

Sobotka: Beitrag zum Jahr des Dialogs der Zivilisationen

Auf Einladung des iranischen Kulturministers und organisiert von der NÖ Wirtschaftskammer besucht eine rund 20-köpfige Delegation aus Niederösterreich vom 14. bis 21. April den Iran. Verstärkt werden die Vertreter von rund 15 heimischen Firmen durch Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka und das 84 Mann zählende Kammerorchester Waidhofen an der Ybbs, das mehrere vom Festspielhaus St.Pölten vorbereitete Konzerte geben wird.

Sobotka betonte dazu gestern in St.Pölten, er messe der Reise in dem von der UNO proklamierten Jahr des Dialogs der Zivilisationen große Bedeutung zu. Die Verbindungen zwischen Niederösterreich und der Islamischen Republik sollen, aufbauend auf den guten kulturellen Beziehungen, vertieft, wirtschaftliche Kontakte intensiviert werden. Treffen sind u.a. mit dem Vize-Staatspräsidenten, dem Verkehrs-, Gesundheits- und Kulturminister sowie mit dem Generaldirektor der Zentralbank vorgesehen.

Große Stücke bei den Bemühungen zur Vertiefung der Völkerfreundschaft mit dem wirtschaftlich interessanten Hoffnungsmarkt hält der Landesrat dabei auf die Musik. Mit ihr, die keiner Übersetzung bedürfe, könne man eine Brücke schlagen und die Herzen erreichen. Neben Werken der Wiener Klassik und der Strauß-Dynastie wird das von ihm geleitete Orchester auch zeitgenössische iranische und österreichische Kompositionen zur Aufführung bringen.

EVN-Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber sieht in seiner Funktion als stellvertretender Obmann der Sektion Industrie in der NÖ Wirtschaftskammer der Reise mit gewissen Erwartungen entgegen, wird doch die derzeit geführte EU-Erweiterungsdiskussion weltweit genau beobachtet. Neben den Schwerpunkten Kultur, Touristik und Verkehr möchte er seitens der EVN vor allem in Wasser- und Abwasserfragen allfällige Projekte ventilieren.

Der Iran, föderalistisch in 28 Provinzen strukturiert, hat seit 1995 den Dialog mit der EU vorangetrieben. 36 Prozent des iranischen Exports gehen in EU-Staaten, umgekehrt stammen 40 Prozent des iranischen Imports aus der Europäischen Union. Das österreichische Handelsvolumen liegt seit 1997 bei etwa drei Milliarden Schilling. Im Iran, das über 9 Prozent des weltweiten Erdöl- bzw. über 15 Prozent des Erdgas-Vorkommens verfügt, sind 60 Prozent der Bevölkerung unter 25 Jahren. Das Bevölkerungswachstum unter den rund 70 Millionen Einwohnern liegt bei 2,5 Prozent.


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