06.04.2001 | 00:00

Mobile Jugendarbeit St.Pölten:

Anlaufstelle für gefährdete Jugendliche eröffnet

„Wir sind unserem Ziel schon sehr nahe gekommen, in Niederösterreich einige Anlaufstellen für gefährdete Jugendliche einzurichten. Mit der neuen Anlaufstelle in der St.Pöltner Kugelgasse hat Niederösterreich jetzt schon drei derartige Einrichtungen“, freute sich Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop gestern bei der Eröffnung der neuen Anlaufstelle der mobilen Jugendarbeit St.Pölten. Fünf diplomierte Sozialarbeiter sind als Streetworker unterwegs, um mit gefährdeten Jugendlichen dort in Kontakt zu kommen, wo sie ihren Alltag verbringen: In Parks, auf Bahnhöfen, in der Disco, im Wirtshaus, in Klubs, Festen und Veranstaltungen und vor allem auch auf der Straße. Die mobile Jugendarbeit befasst sich aber auch mit Erwachsenen, die Jugendliche betreuen und erziehen. Jugendliche mit Problemen schaffen den Weg in die Beratungsstellen kaum, Folge ist die Tendenz zu Drogenkonsum, Gewalt oder Sektenproblematik.

Die Anlaufstelle Kugelgasse in St.Pölten liegt zentral und wurde von Jugendlichen, die vor einiger Zeit noch als sozial gefährdet galten, adaptiert und eingerichtet. Die Räume sind wohnlich angelegt und enthalten neben Sitzgruppen für die Beratung und einem Büro auch Freizeitgeräte wie Dart und Tischfussball. „Die drei bisherigen Stationen in St.Pölten, Wiener Neustadt und Mödling dienen der Erprobung, die bis 2002 läuft. Dann werden wir ihre Zahl auf fünf aufstocken können“, berichtet Prokop.

Bürgermeister Willi Gruber begründet den finanziellen Beitrag der Stadt zu dieser Einrichtung: Streetworker haben sich in St.Pölten schon seit Jahren im Zusammenhang mit verschiedenen Jugendeinrichtungen bewährt, damit konnte auf die Problematik der Jugendlichen reagiert werden, die sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt hat. „Nur durch Gespräche an Ort und Stelle und durch Kontakte in ihrer gewohnten Umwelt gelingt es, mit den Jugendlichen eine Vertrauensbasis aufzubauen und ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme zu helfen“, so Gruber.

Die neue Anlaufstelle ist unter der Telefonnummer 02742/267 00 erreichbar.


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