05.04.2001 | 00:00

Osterreiseverkehr als MKS-Gefahrenquelle

NÖ Veterinärdirektion gibt Hinweise

Österreich soll von der Maul- und Klauenseuche verschont bleiben, aber alle Experten sind sich einig, dass mit dem kommenden Osterreiseverkehr die Gefahr einer Verbreitung besonders groß ist. Der NÖ Veterinärdirektor Hofrat Dr. Franz Karner gibt eine Reihe von Hinweisen, um der Gefahr entgegenzuwirken. Die Seuchengebiete in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden sowie die Verdachtskreise in Deutschland – das sind die an die Niederlande angrenzenden Gebiete, wie Münsterland und Nordrhein-Westfalen – sollten womöglich gemieden werden. Dringend gewarnt wird vor Kontakten mit Tieren, auch vor dem bei Kindern so beliebten Streicheln von Jungtieren. Bei der Heimfahrt sollen eventuell ausgelegte Seuchenteppiche unbedingt sowohl mit den Fahrzeugen als auch mit den Füßen betreten werden. Und auf keinen Fall sollen Nahrungsmittel tierischer Herkunft, also Fleisch, Milch und Milchprodukte nach Österreich mitgebracht werden.

Ein besonderes Risiko sieht Dr. Karner in Schulkindern, die von Sprachferien in Großbritannien oder Frankreich zurückkommen. Er appellierte an die Eltern, die gesamte Wäsche sofort zu waschen und vor allem die Schuhe gründlich zu reinigen. Geeignet dafür ist Natronlauge, die allerdings sehr scharf und ätzend ist, oder eine 5-prozentige Lösung von Zitronensäure (gibt es in jeder Drogerie). Die Oberbekleidung ist ebenfalls gründlich zu reinigen und am besten an der Sonne zu trocknen.


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