30.03.2001 | 00:00

BH-Amtsübergabe im Bezirk Wiener Neustadt

Pröll: Zäsur, die von Wehmut und von Hoffnung begleitet wird

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll verabschiedete gestern, Donnerstag, in der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt Mag. Herbert Marady, der annähernd zwanzig Jahre, von 1981 an, Bezirkshauptmann von Wiener Neustadt war, also von Hochneukirchen bis Rohr im Gebirge; die „Allzeit Getreue“, weil Statutarstadt, ausgenommen.

Marady wurde 1941 in Pulkau geboren, studierte in Wien Rechtswissenschaft und trat 1965 in den Landesdienst ein. Mit 1. April 2001 ist Dr. Heinz Zimper, der von Pröll heute vorgestellt wurde, neuer Bezirkshauptmann von Wiener Neustadt. Zimper, 1955 in Wien geboren, absolvierte das Jus-Studium und wurde 1980 in den NÖ Landesdienst aufgenommen. Bis 1984 wirkte er als Jurist an den Bezirkshauptmannschaften Scheibbs und Mödling. Von 1991 an war er in Krems und bis 2000 in Wiener Neustadt als stellvertretender Bezirkshauptmann tätig. In Wiener Neustadt beschäftigte er sich auch mit der Räumung der Fischer- und der Berger-Deponie, beides berühmt-berüchtigte Altlasten in der Umgebung von Wiener Neustadt. Im Februar 2000 holte sich Innenminister Dr. Ernst Strasser den erfahrenen Verwaltungsjuristen in sein Kabinett, von wo sich Zimper jetzt als Bezirkshauptmann in „seinen“ Bezirk zurückmeldete.

„Eine Zäsur, die begleitet ist von viel Wehmut und der Erinnerung an die vergangenen Jahre und Jahrzehnte, aber gleichzeitig natürlich auch die Erwartung und Hoffnung, den Blick nach vorne“, charakterisierte Pröll die Verabschiedung des scheidenden und die Vorstellung des neuen Bezirkshauptmannes. Es gebe im gesamten Bundesland Niederösterreich kaum einen zweiten Bezirk, so Pröll weiter, dessen Wirtschaftsstruktur sich in dieser Zeit so einschneidend geändert hat. Heute sei die Region vom Weg in Richtung Technologie und vom Ausbau der Infrastruktur geprägt. Das Land Niederösterreich habe es sich zur Aufgabe gestellt, zu einer Top-Ten-Region in Europa zu werden. Auf der zweiten Seite habe man die Menschlichkeit zum Vorbild. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung, so eine Umfrage, sei mit der Arbeit der Verwaltung zufrieden oder sehr zufrieden, vermerkte Pröll. 83 Prozent der Befragten sagen, dass das Land auf dem richtigen Weg sei.

Marady bekannte sich dazu, dass er im Laufe seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit ein Wiener Neustädter geworden sei. Die Tätigkeit als Bezirkshauptmann habe etwa beim Bürgerservice, beim Abbau der Bürokratie, bei der Verwaltungsreform, dem Ausbau der sozialen Dienste und der Kindergärten bei der Bevölkerung sehr viel Zuspruch gefunden. Die Krönung seiner Laufbahn sei zweifellos die Eröffnung der neunen Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt gewesen.

Zimper dankte Marady dafür, dass er bei ihm gesehen hat, wie „menschliche Lenkung“ funktioniert. Sein Dank galt auch Landeshauptmann a.D. Mag. Siegfried Ludwig, der ihn für den NÖ Landesdienst interessiert, und Innenminister Dr. Ernst Strasser, der ihn in sein Kabinett geholt hat und dann wieder gehen ließ.


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