21.03.2001 | 00:00

Sportförderung mit allen Betroffenen neu planen

LHStv. Prokop fordert österreichweites Konzept

„Von der Bundesregierung sind bisher zum Thema Sport keine wesentlichen Impulse gesetzt worden. Daher werden die Länder bei der gesamtösterreichischen Konferenz der Sportreferenten im Frühjahr einen Vorschlag für ein neues Konzept der Sportförderung in Österreich ausarbeiten“, stellt Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop fest. Für Prokop ist eine Intensivierung und Vernetzung der Sportpolitik notwendig, weil Österreich im internationalen Vergleich bei der Sportausübung der Bevölkerung nicht zu den führenden Ländern zählt. „Wenn aber die Menschen insbesonders die Kinder und Jugendlichen den Sport in der Breite nicht ausüben, so wirkt sich das auch auf den Spitzensport aus“, besteht für Prokop ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Breiten- und Spitzensport.

Die Länder sind für den Sport in Österreich zuständig. Primär ist es Aufgabe der Länder die Basis für den Vereins- und Breitensport zu schaffen. In Niederösterreich fließt aber ein Viertel der Mittel der Sportförderung auch in den Spitzensport.

Für Prokop muss die Motivation zur Bewegung und zum Sport schon im Vorschulalter und im Kindergarten beginnen. In der Schule soll den 6- bis 14-jährigen eine breite, polysportive sportliche Unterstützung zukommen, wobei es Kooperation mit Vereinen, insbesonders bei der Ganztagsbetreuung in den Schulen geben muss. Insbesondere nach der Pflichtschule ist es für Prokop wichtig, dass das Interesse der Jugendlichen für den aktiven Sport erhalten bleibt. Besonders talentierten Jugendlichen muss in Sportnachwuchszentren der Leistungssport inklusive Betreuung geboten werden. Hier wird bereits durch Sporthauptschulen und Schulen mit sportlichem Schwerpunkt vieles geboten, das in Kooperation mit dem Bund noch verstärkt werden kann.

„Im Hinblick auf die gestiegene Lebenserwartung wird der Senioren- und Gesundheitssport in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. Um all diese Aspekte des Sports zu erfassen, ist es sinnvoll, ein österreichweites Sportförderungskonzept mit den Betroffenen zu erarbeiten“, hält Prokop ein gemeinsames Programm von Bund, Ländern, Verbänden und Vereinen für sinnvoll.

„Der Bund hat in den letzten Monaten diese Gesprächsebene nicht gesucht. Ohne Zusammenarbeit mit den Ländern und den betroffenen Dach- und Fachverbänden wird es aber nicht gelingen, im Sport positive Veränderungen zu bewirken“, ist für Prokop die Kooperation wesentlich.


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