08.03.2001 | 00:00

8. März: Internationaler Tag der Frau

Prokop: Land NÖ weitet Unterstützung für Frauen aus

Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Frau erinnerte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop in Wien daran, dass die seinerzeitige Forderung aus dem Jahr 1910 „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ heute nach wie vor aufrecht sei. Eine Maßnahme, die Benachteiligung von Frauen bei der Entlohnung bewusst zu machen, ist die in Niederösterreich neu eingerichtete und für Österreich einzigartige „NÖ Frauenlobby“, entstanden auf Initiative des Frauenreferates der NÖ Landesregierung und angesiedelt beim Verein Jugend und Arbeit.

Zusätzliche Aufgaben der „NÖ Frauenlobby“ sieht Prokop in der Schaffung von Frauennetzwerken, um die „gläserne Decke“ in der Karriere leichter durchstoßen zu können, in der Berücksichtigung von frauenspezifischen Interessen inklusive überbetrieblichen Kinderbetreuungen bei Betriebsneuansiedlungen und in einer Analyse, ob Frauen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil in den Genuss von Förderungen kommen.

Neben der „NÖ Frauenlobby“ weite das Land NÖ auch insgesamt die Unterstützung für Frauen aus, so Prokop weiter. 99 Prozent der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren besuchen bereits einen Kindergarten. Für deren Bau und Betrieb wendet das Land heuer rund 1,4 Milliarden Schilling, um 8 Prozent mehr als im Vorjahr, auf. Die Ausgaben für Kinderbetreuung in Form von Tagesmüttern, Kindergruppen und Flying Nannies werden 2001 um 50 Prozent auf 135 Millionen Schilling erhöht. Für die Betreuung in Horten wird das Land um 30 Prozent oder 6 Millionen Schilling mehr ausgeben als im Vorjahr. Für die Ferienbetreuung von tausend Kindern durch Vereine und Gemeinden stehen 2 Millionen Schilling zur Verfügung. Die Basisförderung für die 8 Frauenberatungen wurde um 50 Prozent auf 100.000 Schilling erhöht. Im Rahmen des territorialen Beschäftigungspaktes (TEP) hat das Land Niederösterreich im Jahr 2000 für Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen von Frauen 4 Millionen Schilling ausgegeben, heuer werden es mit 5 Millionen Schilling um 25 Prozent mehr sein.

Damit trage das Land dazu bei, dass sich die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt kontinuierlich verbessere. Die Arbeitslosenquote für Frauen sei in Niederösterreich im Jahr 2000 um 0,9 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent zurückgegangen. Im Vorjahr waren in Niederösterreich 223.000 Frauen unselbstständig beschäftigt, um 1,8 Prozent mehr als im Jahr 1999 und so viel wie noch nie nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Anteil der Frauen in Beschäftigung liegt bei 62,5 Prozent.

AMS-Landesgeschäftsführer Dr. Werner Homrighausen ergänzte, dass in Niederösterreich in den letzten 10 Jahren 48.000 Frauen zusätzlich unselbstständig beschäftigt worden seien. Von dem Gesamtpotenzial an rund 2.600 langzeitarbeitslosen Frauen wolle man als ersten Schritt 700 in Beschäftigung bringen. Gleiches gilt für rund 5.000 Frauen ab 45 Jahre. Für 1.200 Frauen sollen Qualifizierungsmaßnahmen gesetzt werden. Dafür stehen heuer 167 Millionen Schilling speziell für Aus- und Weiterbildung zur Verfügung. Am 15. März findet in Niederösterreich die erste von insgesamt vier im Jahr 2001 geplanten Veranstaltungen zum Thema beruflicher Wiedereinstieg in allen AMS-Geschäftsstellen statt. Zusätzlich hat das AMS NÖ unter der Ortstarifnummer 0810 810 040 eine Hotline eingerichtet, bei der man sich vom 12. bis 15. März, täglich von 9 bis 16 Uhr, informieren kann.


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