07.03.2001 | 00:00

E-Schrott-Schwerpunkt in Niederösterreich

Sobotka: Bürgernahe Sammlung und ökologische Verwertung

Geschätzte 80.000 Tonnen Elektronikschrott fallen in Österreich pro Jahr als Abfall an. Die Tendenz dabei ist stark steigend, zählen doch auch viele in letzter Zeit neu auf den Markt drängende Geräte wie Handy, Spielkonsole und Computer dazu. Ab sofort sollen ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte in Niederösterreich nicht mehr ohne gezielte Verarbeitung auf Deponien gelangen, das ist die Botschaft der heutigen Startveranstaltung zum Elektronik-Schrott-Schwerpunkt in Niederösterreich.

„Nach Pilotprojekten in Tulln und in Gänserndorf haben 25 Abfallverbände und Städte mit Hilfe des Landes eine bürgernahe Sammlung und ökologische Verwertung der E-Schrott-Abfälle organisiert“, hielt Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka im St.Pöltner Traisenpark fest.

Für den niederösterreichischen Privat-Haushalt bedeutet dies, dass sämtliche ausgedienten „E-Geräte“ entweder in Gemeinde-Sammelzentren, bei Sperrmüll- oder Problemstoff-Sammlungen getrennt abgegeben werden können. Gesammelt wird in sechs Kategorien: Bildschirmgeräte, Kühlgeräte, Haushaltsgroßgeräte (z.B. Waschmaschinen), Haushaltskleingeräte (inkl. Unterhaltungselektronik, elektronische Werkzeuge und Spielzeuge), Geräte der Informationstechnologie und Telekommunikation (Handy, Computer usw.) sowie Gasentladungslampen.

Wertvolle Altstoffe wie Kupfer, Messing, Aluminium und z.B. bei älteren Leiterplatten auch Gold kommen über spezielle Aufbereitungsverfahren wieder in den industriellen Materialkreislauf zurück. Immer öfter können Bauteile oder auch ganze Geräte wieder verwendet oder repariert werden.

Das Land Niederösterreich wird die Sammlung der Elektroaltgeräte im Jahr 2001 mit zwei Millionen Schilling fördern und das Projekt durch wissenschaftliche Untersuchungen begleiten bzw. mögliche Schwachstellen aufzeigen. Zusätzlich haben die NÖ Abfallwirtschaftsverbände Handbücher für die Mitarbeiter der Sammelzentren und Flugblätter mit Hintergrundinformationen für Haushalte herausgegeben.

Durch die landesweiten Aktivitäten soll das Sammelergebnis auf vier Kilo E-Schrott pro Einwohner und Jahr gesteigert werden. Im Jahr 1999 lag der Wert nur bei 0,8 Kilo pro Einwohner. „Diese Sammlung bedeutet für Niederösterreich auch ein Vorarbeiten auf zukünftige gesetzliche Regelungen der EU, denn ab 2003/2004 wird die Sammlung der Elektroaltgeräte in Österreich verpflichtend sein“, so Sobotka abschließend.


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