01.03.2001 | 00:00

Alljährlich Dutzende FSME-Fälle in Österreich

Impfung bietet gewissen Schutz bei Zeckenbissen

Auch wenn es derzeit nicht so aussieht – der Frühling naht mit Riesenschritten. Es ist auch jene Jahreszeit, in der die Gefahr von Zeckenbissen wieder rapide steigt. Allein im Vorjahr sind in Österreich 60 Menschen an FSME erkrankt. Darunter waren auch fünf Kinder. Zwei von ihnen hatten schwere Gehirnhaut- und Gehirnentzündungen, in einem Fall traten auch vorübergehende Lähmungen an Armen und Beinen auf. Eine 70-jährige Salzburgerin starb sogar an den Folgen eines Zeckenbisses. „Ohne Impfschutz wäre die Zahl der Erkrankungen viel höher. Einmal ausgebrochen, lässt sich FSME nicht behandeln, nur die Symptome können gelindert werden“, wird seitens des Roten Kreuzes betont.

Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Genickstarre sind die ersten Anzeichen. FSME greift die Gehirnsubstanz an und kann auch Lähmungen hervorrufen. Es wird geschätzt, dass die Impfung allein in Österreich etwa 300 FSME-Fälle pro Jahr verhindert.

Nach einem Zeckenbiss wird geraten, in der Haut befindliche Zecken mit einer speziellen Pinzette möglichst weit vorne zu fassen und ohne drehen herauszuziehen. Spezielle Pinzetten, mit denen Zecken entfernt werden können, sind in Apotheken erhältlich. Wer nicht geimpft ist, sollte danach in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Treten später Rötungen oder Entzündungen an der Bissstelle auf, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.

Mit der Grundimpfung kann ab dem ersten Lebensjahr begonnen werden. Auffrischen sollte man die Impfung alle drei Jahre. Der Impfstoff kostet 220 Schilling. Einzelne Krankenkassen geben aber Zuschüsse bis zu 100 Schilling. Der Arzt verlangt für die Impfung ein Honorar von 120 Schilling. Die heurige Impfaktion läuft noch bis zum 27. Juli.

Nähere Informationen beim Österreichischen Roten Kreuz unter der Telefonnummer 01/589 00-151 bzw. unter www.roteskreuz.at.


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