26.02.2001 | 00:00

12. Internationaler Großriedenthaler Weinbautag

Pröll: Denken in Generationen als bestimmender Faktor

Mit einem Appell für umweltschonenden und naturnahen Weinbau eröffnete heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in Großriedenthal im Bezirk Tulln den 12. Internationalen Weinbautag. Denken und Wirtschaften in Generationen sei nicht zuletzt deshalb das Um und Auf im Weinbau, damit sich die nächsten Generationen nicht um ihre Existenzgrundlage sorgen müssten. Einer vorausschauenden österreichischen Agrarpolitik sei es gelungen, in hohem Ausmaß bäuerliche Familienbetriebe retten zu können. Die heimische Weinwirtschaft werde sich aber zunehmend auch international behaupten müssen.

Als besondere Herausforderungen der Zukunft nannte der Landeshauptmann zum Ersten das Einstellen auf die Markterfordernisse, weil sich immer klarer ein Trend Richtung Rotwein abzeichnet. Während bei der Produktion das Verhältnis von Weiß- zu Rotwein 80 zu 20 Prozent betrage, liege es beim Konsum bei 60 zu 40 Prozent. Die mit Stand vom Jänner 2001 gestellten 2.500 Weingartenumstellungsanträge seien ein Hinweis, dass sich die Betriebsplanung zunehmend an der Marktstruktur orientiere. Zum Zweiten forderte der Landeshauptmann, dass sich der Weg vom Produzenten zum Konsumenten mit seinen Schienen wie Ab Hof-Verkauf professionell am Puls der Zeit bewegen müsse. Als dritten Punkt nannte Pröll die europäische Erweiterung mit neuen Konkurrenten wie ungarischem und slowakischem Grünen Veltliner, aber auch neuen Chancen wie z.B. den unterversorgten tschechischen Markt.


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