21.02.2001 | 00:00

BSE verunsichert Konsumenten und Ärzte

Haupt, Plank: Gutes Zeugnis für Landwirtschaft

BSE und Schweinefleischskandal verunsichern Konsumenten und auch Ärzte. Die Ärztekammer Niederösterreich organisierte deshalb gestern Abend in Wien eine Informationsveranstaltung, bei der Experten und Politiker Antworten gaben.

Gesundheitsminister Mag. Herbert Haupt wies darauf hin, dass in Österreich das Tiermehlverbot seit 1990 gelte und auch eingehalten wurde. In Österreich sei auf Grund der kleinstrukturierten Landwirtschaft Tiermehl kaum verwendet worden. Haupt: „In Österreich werden alle Rinder ab einem Alter von 30 Monaten lückenlos auf BSE untersucht, bisher gab es noch kein infiziertes Rind. Österreichisches Rindfleisch ist unbedenklich“, betonte Haupt. Zu den verbotenen Antibiotika in der Schweinezucht sagte der Minister, dass illegale Arzneimittel demnächst gesetzlich verboten sein werden. „Notwendig ist es auch, mehr Forschungsmittel für Embryonen zur Verfügung zu stellen“, forderte der Minister. Grundsätzlich gebe es wenig Tierseuchen in Österreich. BSE-Krise und Schweinefleischskandal hätten noch mehr Sicherheit für die Konsumenten zur Folge.

Niederösterreichs Landwirtschafts-Landesrat Dip.Ing Josef Plank gab zu bedenken, dass Österreich in der EU die drittschlechteste Preissituation bei Rindfleisch habe, obwohl bisher kein BSE aufgetreten sei. Die Rindfleisch-Lager seien bis Dezember leer gewesen, durch den jetzigen Rindfleisch-Überschuss seien bäuerliche Existenzen stark gefährdet, die Alternativen eingeschränkt. Mit der flächenbezogenen Produktion sei man in Österreich aber den richtigen Weg gegangen. Plank: „In Zukunft muss der Konsument aus einer großen Produktpalette, die von Importware bis zu Bioprodukten reicht, auswählen können.“


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