20.02.2001 | 00:00

Ostregion braucht entsprechende Infrastruktur

Pröll, Häupl und Niessl kritisieren Ministerin Forstinger

Die Landeshauptleute von Wien, Niederösterreich und Burgenland, Dr. Michael Häupl. Dr. Erwin Pröll und Hans Niessl fürchten um die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Ostregion. Der Grund dafür ist die fehlende Zustimmung von Infrastruktur-Ministerin Dr. Monika Forstinger zu wichtigen Verkehrsprojekten in den drei Bundesländern. „Der Bund soll endlich seinen Aufgaben nachkommen und im Hinblick auf die EU-Osterweiterung für eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur sorgen“, forderten Häupl, Pröll und Niessl gestern in Wien.

Wichtigste Projekte aus niederösterreichischer Sicht sind der sogenannte „Ring um Wien“ mit der B 301, die Verlängerung der A 22 mit dem Anschluss an die geplante Nordautobahn, die Nordautobahn selbst, die Wien und das Weinviertel an Tschechien anbindet und vom Schwerverkehr entlastet, und die Spange Kittsee. Beim öffentlichen Verkehr haben der Ausbau der Westbahn und die Modernisierung der Südbahn sowie der S 2 von Wien nach Laa an der Thaya Priorität. Kostenpunkt für die gesamten niederösterreichischen Projekte: knapp 35 Milliarden Schilling. Für Wien ist vor allem die Anbindung der Bundeshauptstadt an die östlichen Nachbarn wichtig. Das Burgenland möchte vor allem die Spange Kittsee realisiert wissen. „Fast die Hälfte der österreichischen Bevölkerung lebt in der Ostregion. Es ist also höchste Zeit, dass die Infrastruktur-Ministerin die Versäumnisse der Vergangenheit wett macht“, betonten die drei Landeshauptmänner.


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