09.02.2001 | 00:00

Naturpark Blockheide-Eibenstein: Auch im Vorjahr voll aktiv

Dennoch Sorgen um Vordringen von Busch und Wald

Der Naturpark Blockheide-Eibenstein ist mit seinen rund 170.000 BesucherInnen pro Jahr, die zum Teil auch aus anderen Bundesländern kommen, eine der aktivsten Einrichtungen dieser Art. Der Jahresrückblick 2000 zeigt auch, warum das so ist: So wurden die Wege und Rastplätze des Naturparks von bezahlten, geringfügig beschäftigten „Blockheidearbeitern“ gepflegt, und auch die Ausschuss-Mitglieder leisteten viele unbezahlte Stunden im Dienste der Blockheide. Das bewirkte beispielsweise um die malerischen Steinbuckel, die mit der Hand ausgemäht wurden, eine Ausweitung des Heidekrautes. An feuchten Stellen im Frühjahr zeigte sich zudem, dass das „Breitblättrige Knabenkraut“ vermehrt auftauchte.

Im Jahr 2001 werden übrigens zwei Kräfte des gemeinnützigen Vereines „NuP Aktiv“ – wechselweise mit dem Naturpark Schrems – zum Einsatz kommen. Diese Kräfte werden als Naturpark-BetreuerInnen eingesetzt, aber auch als ArbeiterInnen für die Pflege, für Reparaturen und für den Wegebau. Der Einsatz wird vom Arbeitsmarktservice Niederösterreich gefördert. Für die Pflegekräfte zahlt auch das Land Niederösterreich einen Anteil.

Im Naturpark Blockheide-Eibenstein wurde rechtzeitig zum Saisonstart die neugestaltete Blockheide-Broschüre fertig. Das neue Layout wurde besonders gelobt.

Unter dem Motto „Vom Wunder der Natur zum Naturwunder Stein“ wurden am Wochenende und an Feiertagen von Mai bis September um 14 Uhr geführte Wanderungen für BesucherInnen durchgeführt. Seit September 2000 können sie zudem ein kurzes Stück auf einem gepflasterten Weg den 15. Meridian entlang schreiten.

Bei einem Lager in Edelhof halfen rund 60 Pfadfinder den Naturpark-Mitarbeitern, manche Blockheideflächen von der Verbuschung und der Verwaldung zu befreien. Diese Flächen sind jetzt wieder Heide.

Ein freizeittouristisches Entwicklungskonzept für den Naturpark Blockheide-Eibenstein zeigte Konzepte auf, wie die Wertschöpfung dieser Einrichtung erhöht werden kann. Das ermöglicht der Stadt Gmünd und der Wirtschaft sowie der Gastronomie letztlich die Pflege und die finanzielle Erhaltung des Naturparks.

Seit Jahren kämpft man gemeinsam mit anderen Bewirtschaftern darum, dass die Landschaft des Naturparks offen bleibt. Dennoch ist mehr Wald und Busch derzeit nicht einzudämmen, zumal sich manche Bewirtschafter über die Förderungen – wie zum Beispiel durch die Beweidung – nicht ausreichend informierten. Jetzt hofft man, dass die Umsetzung eines Konzeptes mit Hilfe der Grundeigentümer ab 2001 gelingt. Damit der Naturpark Blockheide-Eibenstein tatsächlich eine Blockheide bleibt.


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