08.02.2001 | 00:00

Eco Plus agiert grenzüberschreitend

Gabmann: NÖ für die EU-Erweiterung rüsten

„Die EU-Erweiterung wird – unabhängig davon, wann der Beitritt der neuen Mitglieder erfolgt – in den nächsten Jahren eines der zentralen Themen der NÖ Landespolitik sein, betont Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann und verweist auf eine Reihe von grenzüberschreitenden und interregionalen Aktivitäten der Landesentwicklungsagentur Eco Plus. Niederösterreich müsse sich für die EU-Erweiterung bestmöglich rüsten, es solle ein wachsstumsstarker mitteleuropäischer Kernraum mit hoher Lebensqualität werden und in der „Ost-Kompetenz“ führend sein. Notwendig dafür seien die weitere Verbesserung der Infrastruktur in den Grenzregionen – so etwa durch optimal aufgeschlossene Gewerbe- und Industriegebiete, moderne Tourismus- und Freizeiteinrichtungen und die Erweiterung des Ausbildungsangebotes für Fachkräfte – und der Ausbau der Leistungsfähigkeit im Verkehrssektor. Gabmann bekräftigt in diesem Zusammenhang erneut die Forderung nach einer siebenjährigen Übergangsfrist für Arbeits- und Dienstleistungen.

Eco Plus befasst sich bereits seit der Grenzöffnung intensiv mit den Nachbarregionen. Seit mehr als drei Jahren verstärkt ein eigener Leistungsbereich für „Grenzüberschreitende und interregionale Projekte“ das Serviceangebot durch Vernetzung grenzüberschreitender Akteure aus Ost und West, die Beratung und Begleitung von Regionalentwicklungsprojekten, -programmen und -systemen im neuen Mitteleuropa und die Entwicklung und Verbreitung von innovativen Projekten und Instrumenten in der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung. Einige Beispiele zeigen den Umfang dieser Tätigkeit:

Die CD-Rom „Kooperations- und Investitionshandbuch“ beschreibt die niederösterreichisch-tschechisch-slowakische Grenzregion sowie die Potentiale und Hindernisse grenzüberschreitender Wirtschaftsaktivitäten. Die im Vorjahr fertiggestellte zweite Auflage deckt die gesamte Grenzregion von Preßburg bis Budweis ab.

Für die Schaffung einer dauerhaften Grundlage statistischer und geografischer Daten in den Grenzregionen wird derzeit das Projekt „TRI – Triregionales Informationssystem“ durchgeführt. Dabei werden wirtschafts- und investorenrelevante Basisdaten über die niederösterreichisch-tschechisch-slowakische Grenzregion gesammelt, vergleichbar gemacht und im Rahmen einer Intranetlösung verbreitet.

Ein weiteres Schlüsselprojekt stellt „RDA-net CEDA“ dar. Es handelt sich um ein gemeinsam mit der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft Raumentwicklung (ÖAR) initiiertes Netzwerkprojekt, an dem Regionalentwickungsagenturen aus Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Italien teilnehmen. Sie tauschen sich über gemeinsame Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten aus und erarbeiten gemeinsam neue innovative Projekte.

Der erste grenzüberschreitende Wirtschaftspark „Access“ Gmünd Cesce Velenice, an dem Eco Plus beteiligt ist, bietet Investoren die Möglichkeit, die Vorteile eines tschechischen und eines niederösterreichischen Standortes zu kombinieren.

Kontakte gibt es auch bei der geplanten Errichtung eines internationalen Wirtschaftsparks im slowakischen Malacky. Daraus könnte sich auch für Niederösterreich ein interessantes Synergiepotenzial ergeben.

Das INTERREG-Programm „SPOLU“, ein Gemeinschaftsvorhaben der Wirtschaftskammer NÖ, der Eco Plus und der Regionalmanagements des Wein- und des Waldviertels, beschäftigt sich mit der Unterstützung grenzüberschreitender Wirtschaftsaktivitäten.

Das Eco Plus-Eigenprojekt „Wirtschaftliche Regionalanalyse der Region Angern – Dürnkrut – Malacky“ hatte die Erarbeitung grenzüberschreitender Wirtschaftspotenziale in der Region zum Inhalt. Voraussetzung für die Umsetzung der entwickelten Ideen ist aber die Errichtung einer Marchbrücke zwischen Angern und Zahorska Ves.

„Cross-Border Business Co-operation“ (CCC) verfolgt das Ziel, das in der „Vienna Region“ (Wien, Niederösterreich und Burgenland) bei verschiedenen Institutionen und Akteuren vorhandene Wissen bzw. Know-how über die Mittel- und Osteuropäischen Länder zu ordnen, auszuwerten, zu entwickeln und für potenzielle Interessenten und Nutzer leichter zugänglich zu machen.


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