06.02.2001 | 00:00

Berger-Deponie in Weikersdorf: Jetzt folgt noch Aufforstung

Diese Woche wird die Rekultivierung abgeschlossen

Die Schlussarbeiten in der Berger-Deponie in Weikersdorf bei Wiener Neustadt gehen jetzt dem Ende zu: Wie die Witterung passt, jedenfalls aber in dieser Woche wird die „Wiederaufhöhung“ und die Rekultivierung der Böschungen mit Humus abgeschlossen. Die „Wiederaufhöhung“ ist nichts anderes als die von der Behörde vorgeschriebene Erhöhung der Sohle bis zwei Meter über dem höchsten Grundwasserspiegel. Gleichzeitig wird in nächster Zeit auch die „Endsäuberung“ der Deponie in Angriff genommen, es werden also Baustellen-Reste und anderes mehr entfernt.

Im Frühjahr 2001 wird ein 40 Meter breiter Streifen wieder aufgeforstet. Auf der Nordseite der Deponie werden voraussichtlich im März oder im April junge Bäume – höchstwahrscheinlich meistens Schwarzföhren – angepflanzt. Der 40 Meter breite Streifen geht übrigens auf ein „Comeback“ des Waldes zurück: Früher standen dort ebenfalls Bäume, die dann wegen der Räumung der Deponie gerodet werden mussten.

Dann bleiben nur noch einige kleine Fragen zu klären. So muss die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt noch Klarheit über die Verkehrsregelungen der Strassen schaffen, die aus dem Umland der Deponie in die B 26 münden.

Die sieben neuen Sonden – pro Abschnitt der Räumung je eine Sonde – sind mittlerweile an der Grundgrenze der ehemaligen Berger-Deponie aufgestellt. Sie dienen der laufend durchzuführenden Analyse des Grundwassers.

Die Räumung der Berger-Deponie, einer ehemaligen Altlast der Mitterndorfer Senke an der B 26, selbst ist bekanntlich am 12. September 2000 erfolgreich abgeschlossen worden. In einer ersten Phase der Räumung von Oktober 1996 bis September 1998 wurden auf Kosten des Innenministeriums und unter Verantwortung der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt 882.000 Tonnen Haus- und Industriemüll ausgeräumt, zum Großteil behandelt, verwertet und auf bewilligte Deponien gebracht. Nach einer Beobachtungsphase bis April 2000 mussten dann noch einmal 260.000 Tonnen Untergrundmaterial, das mit Stickstoffen kontaminiert war, ausgeräumt werden.


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