27.11.2006 | 12:39

Für LH Pröll ist Industrieviertel eine der wirtschaftsstärksten Regionen Niederösterreichs

Als Zukunftsregion im Länderdreieck NÖ – Slowakei – Ungarn positionieren

Als eine der zukunftsträchtigsten Regionen sieht Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll das Industrieviertel, das heute – trotz unterschiedlicher Entwicklung – nicht nur eine der wirtschaftsstärksten Regionen Niederösterreichs ist, sondern auf Grund seiner Lage auch eine wichtige Brückenfunktion zu den Nachbarstaaten Slowakei und Ungarn inne hat. Und diese Ausgangslage soll auch entsprechend genutzt werden. Etwa durch die internationale Anbindung der Region in Richtung Bratislava und Budapest. Die derzeit in Bau befindliche Spange Kittsee (A 6) soll bereits Mitte 2007 teilweise befahrbar sein. Die hochrangige Verbindung wird auch zu einer Entlastung der Orte führen. Darüber hinaus soll der Flughafen Bratislava künftig in 35 Minuten statt wie bisher in 45 Minuten erreichbar sein.

Die Götzendorfer Spange wiederum soll eine Anbindung des Flughafens an die Ostbahn und damit an Bratislava und Budapest gewährleisten. Ein weiteres wichtiges Schienenprojekt für das Industrieviertel ist der zweigleisige Ausbau der Pottendorfer Linie bis Wampersdorf. Dieser Ausbau soll die Südbahn entlasten und für eine Taktverdichtung im Regionalverkehr sorgen.

Gleichzeitig sollen Industrie, Dienstleistung, Forschung und Entwicklung in die Nähe der neuen Märkte gerückt werden. Für den Landeshauptmann heißt das vor allem die Stärkung der Leitbetriebe der Region mit Hilfe der Regionalisierung (30 bis 50 Millionen Euro im Zeitraum 2007 bis 2013), die Ansiedlung neuer Betriebe auch im Sog des Zukunftsprojektes MedAustron (geplanter Baubeginn Ende 2007 bzw. Anfang 2008) und den weiteren Ausbau der Regionalen Innovations-Zentren Wiener Neustadt, Berndorf, Gutenstein, Ternitz und Bucklige Welt. Die RIZ erhalten einen zusätzlichen Gründerschwerpunkt, speziell für Jungunternehmer.

Dafür braucht es aber auch gut ausgebildete Mitarbeiter. Für Pröll bietet das Industrieviertel bereits heute eine ausgewogene Bildungsinfrastruktur mit einem dichten Netz an Pflichtschulen und Höheren Schulen sowie Fachhochschulstudiengängen. Stolz zeigte sich der Landeshauptmann auch über den Zuschlag für die Internationale Anti-Korruptionsakademie, die in Laxenburg errichtet wird („ein unglaublicher Sicherheitsimpuls für Niederösterreich“).

Auch als Tourismus-, Kultur- und Naherholungsraum habe das Industrieviertel viel zu bieten. Als Beispiele nannte Pröll den Nationalpark Donau-Auen, den Biosphärenpark Wienerwald bis hin zur Region Bucklige Welt sowie die Voralpen als attraktive Wintertourismusregion. Dazu werden in den Archäologischen Park Carnuntum in den nächsten Jahren 26 Millionen Euro investiert, im Mai 2007 wird auch die Kulturfabrik Hainburg eröffnet. Für zusätzliche Impulse in der Region sollen auch das Viertelfestival 2007 und die Landesausstellung 2011 sorgen. Dass Niederösterreich mit seinen touristischen Angeboten punkten könne, zeige auch die Tatsache, so Pröll, dass Niederösterreich derzeit als einziges Bundesland steigende Nächtigungszahlen zu verzeichnen habe.

Dazu ist das Industrieviertel eine Musterregion bei der Erneuerbaren Energie. Als Vorbild gilt hier die energieautarke Region Bruck an der Leitha mit ihrem Energiemix aus Sonne, Wind, Biomasse und Biogas. Zusätzlich werden in den nächsten zwei Jahren 11 weitere Biomasseanlagen im Industrieviertel errichtet. Ebenso ist mindestens eine Biogastankstelle in jedem Bezirk geplant. Dieses Engagement deckt sich auch mit der landesweiten Energiestrategie, nämlich bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtenergiebedarf von derzeit 25 Prozent auf 50 Prozent zu erhöhen.

Zur aktuellen Situation rund um die Krankenhäuser Wiener Neustadt und Neunkirchen meinte der Landeshauptmann: „Mit den beiden Spitalserhaltern werden derzeit Gespräche wegen einer Übernahme der Krankenhäuser durch das Land geführt.“ Mit Neunkirchen gäbe es ein korrektes und sachliches Gesprächsklima, mit Wiener Neustadt sei das etwas schwieriger. Ziel sei es auch, einen Spitalsverbund in der Region mit Hochegg-Neunkirchen-Wiener Neustadt zu schaffen.


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