02.02.2001 | 00:00

In Niederösterreichs Spitälern beginnt die EDV-Vernetzung

LR Sobotka: „‘Begleitender Behandlungspfad‘ als Hauptziel!“

In Niederösterreichs Spitälern soll jetzt ein entscheidender Schritt in Richtung Qualitätssicherung getan werden: Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka kündigte in seiner Eigenschaft als NÖGUS-Vorsitzender die EDV-Vernetzung aller öffentlichen Krankenhäuser, die derzeit über einzelne, miteinander nicht kompatible EDV-Systeme verfügen, in allernächster Zeit an. „Wir wollen sowohl die Verwaltung vernetzen, was sicherlich einiges an Einsparungen mit sich bringt. Das Wesentliche ist aber die Vernetzung der medizinischen Behandlung. Denn das versetzt uns in die Lage, transparente ‚Behandlungspfade‘ zu schaffen, bei denen die Patientendaten ein einziges Mal eingegeben werden. Sie werden dann bis zur Nachbehandlung durchgezogen“, nennt Sobotka die Vorteile der neuen EDV-Vernetzung.

Im nächsten halben Jahr sollen zunächst die Grundlagen erarbeitet und die Ziele formuliert werden. „Es gibt in Niederösterreich in Teilbereichen Pilotprojekte, auf die wir möglicherweise aufbauen können“, berichtet Sobotka und verweist auf die Versuche im Bereich Chirurgie und Gynäkologie. Zwischen einzelnen Krankenhäusern laufen bereits telemedizinische Informations-Austauschsysteme, die z.B. den Austausch digitaler Röntgenbilder und damit die Ferndiagnose ermöglichen. All das soll in die Gesamtvernetzung eingebaut werden. Das zur Planung eingesetzte professionelle Projektteam wird aber auch den in diesem Bereich besonders sensiblen Datenschutz zu berücksichtigen haben. Die Kosten werden zwischen NÖGUS und Spitalserhaltern aufgeteilt, als zeitliche Zielvorgabe nennt Sobotka das Jahr 2004 und betont: „Wiederum ein Gebiet, in dem Niederösterreich eine absolute Vorreiterrolle besitzt!“


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