02.02.2001 | 00:00

Baubeginn für Pflegeheime Melk und Wiener Neustadt

Schwerpunkte Intensivpflege und Hospiz

Baubeginn für die NÖ Landes-Pensionisten- und Pflegeheime Melk und Wiener Neustadt: Das Heim in Melk wird um rund 125 Millionen Schilling umgebaut und erweitert. Da der Schwerpunkt der bisherigen Betreuung in Melk vor allem in der Intensivpflege und Hospizbetreuung lag, werden beim Bauprojekt nunmehr auch moderne räumliche Voraussetzungen für diese Betreuungsformen geschaffen. Das Heim wird über 100 Betten haben.

In Wiener Neustadt ersetzt ein Neubau das bestehende Haus, das den modernen Anforderungen nicht mehr entspricht. Das neue Heim wird 170 Betten haben und rund 200 Millionen Schilling kosten. Auch das Heim in Wiener Neustadt verfügt über eine jahrelange Erfahrung in der Betreuung intensivpflegebedürftiger Bewohner und es wird dort wie im Heim in Melk eine moderne Infrastruktur geschaffen. Auch für die Tagesbetreuung, die seit einem Jahr als Pilotprojekt sehr erfolgreich läuft, wird ausgebaut. Die Tagesbetreuung ist eine Unterstützung für Angehörige. Pflegebedürftige werden während des Tages im Heim untergebracht. Beide Projekte sollen bis 2003 fertig sein.

„Unsere Heime wurden besonders in den letzten Jahren zu echten Dienstleistungsunternehmen. Wohnbetten sind heute kaum mehr gefragt, der Bedarf an Pflegebetten ist aber rasant gestiegen“, erläutert Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop.

Außerdem stehe neben dem stationären Pflegeangebot auch die Entlastung der Angehörigen im Vordergrund. Die Heime übernehmen also auch Aufgaben wie Übergangspflege, Tagesbetreuung, Kurzzeitpflege oder Hospizbetreuung. Prokop: „Die Hospizbetreuung ist ein wesentliches Element. Wir wollen damit den Menschen ein Sterben in Würde ermöglichen und gleichzeitig den Angehörigen unter die Arme greifen.“

Wie sehr sich die Nachfrage von Wohnbetten hin zu Pflegebetten verändert hat, zeigen diese Zahlen: 1974 gab es 30 Wohnheime und sechs zentrale Pflegeheime mit 5.000 Wohnplätzen und 1.200 Pflegeplätzen. Heute gibt es 51 Landesheime mit nur mehr 900 Wohnbetten und 5.100 Pflegeplätzen.


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