30.01.2001 | 00:00

Von der Flurbereinigung bis zum Teilungsverfahren

NÖ Agrarbezirksbehörde zieht Bilanz

Mit einer Fülle von Daten und Mitteilungen wartet der Bericht des Jahres 2000 auf, der von der NÖ Agrarbezirksbehörde in St.Pölten dieser Tage vorgelegt wurde. Von Flurbereinigungen über Teilungsverfahren bis zu Angelegenheiten der Alm und der Weide und zu Maßnahmen des Bodenschutzes reicht die Palette.

Die Behörde behandelt etwa Zusammenlegungen, Flurbereinigungen, Bringungsrechte oder Siedlungsverfahren. So haben die Mitarbeiter im Jahr 2000 unter anderem 45 Flurbereinigungsverfahren mit 1.123 Hektar Fläche, vier Zusammenlegungsverfahren mit 1.147 Hektar und drei Teilungsverfahren mit 143 Hektar mit „Fingerspitzengefühl“ behandelt und erledigt.

Die Flurplanung dient den Gemeinden als Entscheidungshilfe für die Einleitung von Verfahren, wenn Gründe zusammengelegt oder die Fluren bereinigt werden sollen. Auch der Güterwegeausbau kann sinnvoll erfolgen. Richtet er sich nach der Flurplanung, kann er ein später nachfolgendes Agrarverfahren nicht behindern.

Ein anderes großes, arbeitsintensives Gebiet ist der Weinbau. Im Jahr 2000 wurden bei nationalen Stilllegungsaktionen in Niederösterreich rund 3.000 Hektar gerodet. Wenn eine sechsjährige Stilllegungszeit abgelaufen ist, besteht die Möglichkeit, auf diesen Flächen wieder auszupflanzen. Auch auf neuen Feldstücken in einer Weinbauflur kann wieder mit dem Auspflanzen begonnen werden. Man kann aber das Recht zum Auspflanzen auch weitergeben, wenn der bisherige Eigentümer den Weinbau reduziert oder ganz aufgibt. Allerdings: Werden die Kontingente nicht bis 2003 ausgepflanzt, verfallen sie. Das Ziel ist jedenfalls, den Weinbau wieder in geschlossenen Fluren und in Gunstlagen zu betreiben.

Weitere Schwerpunkte sind etwa die Abwicklung der von der EU, vom Bund und vom Land geförderten Ökopunkte, an der im Jahr 2000 rund 2.500 Betriebe mit einer Fläche von 45.320 Hektar teilgenommen haben. Die Dateneingabestellen für dieses ÖPUL-Programm sind die Telehäuser. Die durchschnittliche Prämie pro Hektar betrug 5.050 Schilling. 228,7 Millionen Schilling wurden an die Landwirte ausbezahlt.

Die NÖ Agrarbezirksbehörde stellt weiters den „Alminspektor“ und führt das Weidebuch. Für zwei Almen und 200 Hektar Fläche wurden im Vorjahr Weidewirtschaftspläne erstellt.

Ein weitere Aktion ist „Natur im Garten“, die im April 1999 von Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka gestartet wurde und bei der eine Reihe von anderen Stellen des Landes, die Landes-Landwirtschaftskammer, Gärtnereibetriebe, Ministerien, die Universität für Bodenkultur, die NÖN und der ORF mitarbeiten. Immerhin gibt es in Niederösterreich 326.000 Gärten, rund zwei Drittel der Bewohner sind Benützer von Gärten.

Schließlich ist da noch der Bodenschutz. Neben der Planung und der Errichtung von Bodenschutzanlagen gehört auch die Beratung von Landwirten zu den Aufgaben dieser Abteilung der Behörde. Im Jahr 2000 wurden in 55 Gemeinden 310 Bodenschutzanlagen mit 65,6 Hektar Fläche angelegt und rund 234.000 standortgerechte Bäume und Sträucher gesetzt.


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