23.01.2001 | 00:00

Mosttaufe des Obstbauverbandes Mostviertel

Pröll: Überschaubare bäuerliche Betriebe am zukunftsträchtigsten

Inmitten des Mostviertels, nahe dem „Vierkanter Gottes“, dem Stift Seitenstetten, zelebrierte gestern abend der Obstbauverband Mostviertel seine nunmehr zehnte Mosttaufe. Als „Göd“ fungierte dabei, flankiert von Mostkönigin und -prinzessin, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der Täuflingsmost erhielt den Namen Sebastian.

Den Brauch der Mosttaufe bezeichnete Pröll dabei als Zeichen des Respekts vor der Schöpfung und Ausprägung eines bäuerlichen Denkens in Generationen. Die Zeiten von BSE, illegalen Arzneien für Schweine etc. zeigten wieder einmal deutlich, dass die überschaubaren bäuerlichen Betriebe am zukunftsträchtigsten seien. Ein Bauer, der in seiner Existenz von seinem Grund und dessen Erträgnissen abhängig sei, ruiniere diesen nicht und durchbreche nicht den Kreislauf der Natur. Heimatliebe sei dabei die größte Triebfeder für ein tragfähiges Denken in Generationen.

Zudem sei die Mosttaufe symptomatisch für Niederösterreichs Weg, aus seinen Ressourcen wie der wunderbaren Landschaft Gutes, Zukunftsträchtiges entstehen zu lassen. In gemeinsamer Anstrengung, so zeigte sich der Landeshauptmann abschließend überzeugt, werde es auch gelingen, das Unheil des Feuerbrandes, eine Gefahr, die in absehbarer Zeit die gesamte Kulturlandschaft des Mostviertels verändern könnte, von den Mostobstbäumen abzuhalten.


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