22.01.2001 | 00:00

Kompetenzzentrum für Männerheilkunde in Mistelbach eröffnet

Erste Einrichtung in Niederösterreich mit Vorbildwirkung

Niederösterreich besitzt in Mistelbach eine neue, international beachtete und modernst konzipierte medizinische Spezialeinrichtung für die Männergesundheit: Landtagspräsident Mag. Edmund Freibauer eröffnete am vergangenen Freitag im Beisein von Landeshauptmannstellvertreter Mag. Karl Schlögl und Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka das neuerrichtete Kompetenzzentrum für Andrologie und Männerheilkunde am Schwerpunktkrankenhaus Mistelbach. Der Aufbau ist Univ.Prof. Dr. Gerhard Lunglmayr zu danken, Vorstand der Abteilung für Urologie, der aus der demoskopischen Entwicklung die richtigen Schlüsse zog: Der Anteil der älteren Männer steigt rasant an und damit auch die Probleme der Männer im reiferen Alter: Prostataleiden, Impotenz und bei den jüngeren Männern der nicht erfüllbare Kinderwunsch. Angesetzt wird jetzt vor allem mit einem neuen Beratungsmodell, verbunden mit dem Bemühen, die Probleme, die im männlichen Unterleib entstehen können, zu enttabuisieren. Eine wesentliche Verbesserung der Situation ergibt sich durch Prävention – richtige Ernährung und Bewegung –, und das steht auch im Mittelpunkt der Beratung.

Landeshauptmannstellvertreter Schlögl hob hervor, wie wichtig die Enttabuisierung des Themas für die Gesundheit der Männer sei. Um Defizite auszuräumen, sei ein vernetztes System notwendig, wie es jetzt in Mistelbach begonnen wurde. Das neue Kompetenzzentrum bedeute einen Meilenstein in der Entwicklung des Gesundheitswesens in Niederösterreich.

Landesrat Sobotka legte dar, dass es für den NÖGUS, dessen Vorsitzender er ist, klar war, ein solches für das Land neues Kompetenzzentrum in Mistelbach zu errichten, dessen Krankenhaus schon wesentliche Vorleistungen auf dem Gebiet der Andrologie erbracht habe. Das Zentrum strahle weit über die Region aus und sei ein Vorbild, auch international.

Landtagspräsident Freibauer bezeichnete die Bezirkshauptstadt Mistelbach als führend auf vielen Gebieten, das Krankenhaus habe sich auf vielen medizinischen Gebieten einen hervorragenden Ruf erworben. Die Leistungen der Medizin seien geradezu explodiert, und es sei die Frage zu stellen, ob die Krankenkassen ihre Leistungen ebenso erhöht hätten wie erforderlich. Auch in Zukunft müsse es selbstverständlich sein, dass alle Menschen den gleichen Zugang zu den medizinischen Leistungen haben, schloss Freibauer.


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