19.01.2001 | 00:00

Spatenstich zum „Knoten Rohr“ an der Westbahn

Pröll: Gutes Stück in Richtung besserer Verkehrsinfrastruktur

Es handle sich um ein gutes Stück in Richtung einer besseren Verkehrsinfrastruktur für Niederösterreich, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute beim Spatenstich zum „Knoten Rohr“ der Westbahn bei Groß Sierning. Für eine starke wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung sei Mobilität wichtig, mit der gleichzeitig Sicherheit Hand in Hand gehen müsse. Bei der Verkehrsinfrastruktur tue sich in Niederösterreich sehr viel. Im Bereich der Straße würden 2001 Projekte in einer Größenordnung von 1,7 Milliarden Schilling in Gang gesetzt, beim Ausbau der öffentlichen Verkehrsnetze würden im heurigen Jahr rund 3 Milliarden Schilling umgesetzt. Der viergleisige Ausbau der Westbahn sei dabei besondere Aufgabe und Herausforderung für Niederösterreich. Zum einen als überregional wichtigste West-Ost-Achse auf der Schiene auch angesichts der europäischen Erweiterung, zum anderen als Maßnahme für den Nah- und Regionalverkehr, gäbe es doch auf der Westbahn heute schon mehr Stau als auf der Westautobahn. Ein viergleisiger Ausbau solle so auch dazu beitragen, die Zahl von heute täglich 200.000 Pendlern auf der Westbahn zu vergrößern. Zudem könnten bei einem Vollausbau täglich 3.500 Lkw auf die Schiene verlagert werden. Eng mit den Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen hänge auch die wirtschaftspolitische Philosophie Niederösterreichs zusammen, mit dem Verkehrsausbau die Standortqualität zu erhöhen und das Land für Betriebsansiedlungen attraktiv zu machen, so Pröll.

Dipl.Ing. Walter Brenner, Generaldirektor der HL-AG, betonte, dass die HL-AG seit ihrem Bestehen 22 Milliarden Schilling investiert habe, zwei Drittel davon in Niederösterreich. Der „Knoten Rohr“ wird 1,1 Milliarden Schilling kosten, die Inbetriebnahme ist für Mai 2005 vorgesehen. Kernaufgabe des 1,4 Kilometer langen Stückes ist die Verknüpfung der bestehenden Westbahn mit der neuen Westbahn westlich von St.Pölten im Bereich zwischen Loosdorf und Groß Sierning. Gleichzeitig wird damit Vorsorge getroffen, dass bei einer späteren Errichtung der Güterzugumfahrung St.Pölten keine Betriebsbehinderungen entstehen. Im Zuge der Arbeiten soll auch die Haltestelle Groß Sierning verlegt und mit einer Park-and-ride-Anlage bzw. einer Autobushaltestelle ausgestattet werden.


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