18.01.2001 | 00:00

Plattform zur Rettung der Töpperkapelle in Neubruck

Denkmalschutz-Objekt erinnert an Hammerherrn im 19. Jhdt.

Im Kulturpark Eisenstraße Ötscherland hat sich eine Plattform zur Rettung bzw. Sanierung der Töpperkapelle in Neubruck gebildet, die auf das unter Denkmalschutz stehende Baujuwel und seinen geschichtlichen Hintergrund aufmerksam machen möchte. Für die Rettung der 1834 erbauten Kapelle, in deren Inneren sich biedermeierliche Fresken und ein Barockaltar befinden, besteht dringender Handlungsbedarf.

Der Plattform stehen Daniela Fux und Johann Schagerl vor, unterzeichnet haben u.a. Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Berthold Panzenböck und zahlreiche Bürgermeister und Delegierte des Kulturparks Eisenstraße Ötscherland. Nach der erfolgreichen Sanierung soll die Töpperkapelle den Besuchern des Kulturparks zugänglich gemacht werden.

Die Kapelle erinnert an den Hammerherrn und Fabrikanten Andreas Töpper, einen der ersten Großindustriellen des Landes und um 1830 der größte Privatunternehmer der Monarchie. In seinen Werken in Neubruck, Kienberg und Lunz am See sowie in seinen Bergwerken, Köhlereien und Forstbetrieben beschäftigte er über 800 Arbeiter. In Zeiten ohne Kranken- oder Pensionsversicherung richtete er in St.Anton an der Jeßnitz eine „Bruderlade“ ein, Räumlichkeiten zur Unterstützung bedürftiger oder verunglückter Mitarbeiter. Den „Grießhammer“ in Neubruck erwarb Töpper 1817, 1820 ließ er daneben ein Herrenhaus und einen Park anlegen, auf dem Werksareal befindet sich auch die Kapelle.

Nähere Informationen beim Kulturpark Eisenstraße Ötscherland unter den Telefonnummern 07443/866 00-12 bzw. 0664/162 58 62, Herbert Möbius-Patek.


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