17.01.2001 | 00:00

Planungen für Marchfeldbrücke und Umfahrung Hohenau fertig

Pröll: Wirtschaftlicher Impuls für nördliches Weinviertel

Die Vorplanungen für die Umfahrung Hohenau (Bezirk Gänserndorf) im Zuge der B 48 und für eine Brücke wurden kürzlich abgeschlossen und dem Verkehrsministerium zur Genehmigung vorgelegt. „Die Projekte sind verkehrspolitisch unbedingt notwendig und außerdem ein wirtschaftlicher Impuls für das nördliche Weinviertel“, argumentiert Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Im Zuge der EU-Erweiterung müssten die infrastrukturellen Weichen rechtzeitig gestellt werden.

Hohenau ist derzeit der einzige Straßenübergang in die Slowakei nördlich der Donau und hat somit eine besondere Bedeutung. Die bestehende Pontonbrücke mit einer Gewichtsbeschränkung für Lkw ab 3,5 Tonnen, Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr und oftmaligen Sperren aufgrund extremer Witterungsbedingungen ist nicht geeignet, um stärkere wirtschaftliche Beziehungen mit der Slowakei aufzubauen. Wie die künftige Brücke aussehen soll, ist noch nicht geklärt. Derzeit wird über verschiedene Brückenarten verhandelt.

Die geplante Umfahrung soll das zu erwartende Verkehrsaufkommen abfedern und Wohngebiete entlasten. Sie springt südlich von Hohenau von der B 49 Erdölstraße in Form eines Kreisverkehrs Richtung Osten ab, überführt dann die Nordbahn und führt in einem Linksbogen Richtung Norden zwischen Siedlungsgebiet und dem Schlammbecken der Zuckerfabrik vorbei. Nach einem Rechtsbogen bindet die Trasse wieder an die bestehende B 48 Richtung Grenzübergang an. Die Umfahrung ist insgesamt rund 3,9 Kilometer lang. Die Kosten werden, abhängig von der Brückenlösung, zwischen 180 und 220 Millionen Schilling liegen. Von der EU wurde im Rahmen der Förderungsprogramme INTERREG II und III eine Förderung in Aussicht gestellt.

Die Marchauen sind ein besonders schützenswertes Feuchtgebiet, das naturschutzrechtlichen Beschränkungen unterliegt. Aus diesem Grund soll die Trassenführung entlang des bestehenden Augebietes laufen. Für das Projekt ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen.


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