03.01.2001 | 00:00

Tourismus-Hoffnungsgebiet Marchfelder Schlösserstraße:

Großes Erneuerungskonzept für Marchegg liegt vor

Im Schloss Marchegg, seit 1968 Sitz des Jagdmuseums, bisher Außenstelle des NÖ Landesmuseums, wird an neuen Konzepten gearbeitet. Das Schloss soll künftig ein touristisches Zentrum der Marchfelder Schlösserstraße werden, in dem Natur, Jagd und Fischerei in neuartiger und zeitgemäßer Form präsentiert werden. Teil des Museumskonzeptes sind auch zahlreiche lebende Tiere. Die Marchegger Storchenkolonie soll, wie aus der Gemeinde verlautet, mit Hilfe einer Hängebrücke zehn Meter über der Erde besichtigt werden können. Vorbilder dazu finden sich etwa in lateinamerikanischen Naturparks. Weitere Bausteine der Schlösserstraße sind Schlosshof, Niederweiden und Eckartsau. Die starke Einbindung des World Wildlife Fund ist ebenso gesichert wie die Mitarbeit des Direktors des Tiergartens Schönbrunn, Dr. Helmut Pechlaner.

„Im heurigen Jahr soll auch mit dem Bau eines Marchüberganges für Radfahrer und Fußgänger begonnen werden“, berichtet Bürgermeister Peter Schmidt, der auf die internationalen Aspekte des neuen Konzeptes verweist. Marchegg, noch vor zehn Jahren am äußersten Rand Österreichs zum Eisernen Vorhang gelegen, wird jetzt in den Mittelpunkt des Geschehens rücken. „Es war an der Zeit, nach dem jetzt auslaufenden Jagdmuseum neue touristische Initiativen zu setzen, die viele Besucher in die Region bringen“, gibt sich Schmidt hoffnungsvoll. Das Afrika-Museum, in den letzten Jahren ebenfalls im Schloss Marchegg untergebracht, wird vorläufig noch weiter betrieben, um die Kontinuität für die Besucher des Schlosses zu sichern. Auch eine Weltraumausstellung ist für heuer im Gespräch.


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