18.12.2000 | 00:00

Warmer Winterbeginn bringt „gute“ Luft

15 neue Analysegeräte zur Erfassung der Stickoxide

Nach dem sehr milden November, dessen mittlere Lufttemperaturen an manchen Orten um über 4 Grad C über dem Vorjahreswert lagen, zeigt sich auch der Dezember bisher von seiner „harmlosen“ Seite: Die ersten 14 Tage dieses Winters – bekanntlich beginnt der sogenannte meteorologische Winter am 1. Dezember – brachten Mittelwerte bis über 6 Grad C. Also lagen die Werte um stellenweise rund 1,5 Grad C höher als im Vorjahr.

Dieser milde Winterbeginn wirkt sich nicht nur günstig auf die – ohnehin heuer sehr hohen – Heizkosten aus, sondern hat Niederösterreich auch eine relativ gute Luft-qualität beschert. Die Ozonbelastung, die im Winter ohnedies deutlich geringer als im Sommerhalbjahr ist, wurde durch das nebelig-trübe Wetter, das in den Niederungen kaum die Sonne durchgelassen hat, noch mehr als üblich gesenkt. Auch bei den eher für die kalte Jahreszeit typischen Luftschadstoffen wie Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid wurden ebenso wie bei der Staubbelastung keine besonders aufregende Werte beobachtet. Die Grenzwerte wurden nicht einmal annähernd erreicht.

Mit der nun vorhergesagten kälteren Wetterperiode werden voraussichtlich auch manche Luftschadstoffkonzentrationen ansteigen. Hält aber der Trend der letzten Jahre zu insgesamt eher milden Wintern an, dürften auch in den nächsten Wochen keine extremen Schadstoffperioden auftreten. Die Überwachung der Luftgütesituation in Niederösterreich mit Hilfe von über 30 Luftgütemessstellen, die im ganzen Land verteilt sind, läuft dennoch rund um die Uhr, um die Bevölkerung rasch über besondere Ereignisse informieren und warnen zu können. Aktuelle Luftgütewerte können übrigens im Internet über die Homepage des Landes unter www.noe.gv.at abgefragt werden.

Dennoch herrscht beim NÖ Luftgütemessnetz keine Ruhepause. So wird in den nächsten Tagen eine umfangreiche Erneuerungsaktion von Messgeräten abgeschlossen, in deren Rahmen 15 neue Analysegeräte zur Erfassung der Stickstoffoxide installiert wurden. Gleichzeitig wurde mit den Vorbereitungen für den im nächsten Jahr geplanten Austausch des Großteils der Ozonanalysatoren begonnen, die inzwischen schon veraltet sind. Ebenso nimmt die Anpassung des Messnetzes an EU-Regelungen erhebliche Zeit der Messnetzbetreuer in Anspruch.


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