13.12.2000 | 00:00

Stift Göttweig:

Glockenweihe als Höhepunkt des Heiligen Jahres 2000

Das Geläute der Göttweiger Stiftskirche wird demnächst noch voller und harmonischer klingen als bisher: Am kommenden Sonntag, 17. Dezember, wird um 15 Uhr anlässlich des Heiligen Jahres eine neue Kirchenglocke, die „Allerheiligenglocke“, geweiht. Sie wurde als erste einer ganzen Reihe von Glocken auf Initiative des Vereines der Göttweiger Glockenfreunde in Auftrag gegeben, den Ehrenschutz hat Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll übernommen. Die Glocke wurde am 1. Dezember von der Firma Graßmayr in Innsbruck gegossen, wiegt 3,5 Tonnen und ist rund 1,70 Meter hoch und kostet rund eine Million Schilling. Das gesamte Projekt der Glockenfreunde erfordert 2,5 Millionen Schilling. Die Weihe am 17. Dezember wird der Abt des Stiftes Göttweig, Clemens Lashofer, im Beisein des Landeshauptmannes vornehmen. Die Weiheliturgie wird vom Stiftschor und den Göttweiger Turmbläsern musikalisch umrahmt. Am Heiligen Abend wird die Allerheiligenglocke im Rahmen der Christmette festlich eingeläutet.

Von den historischen Glocken des Stiftes Göttweig ist nicht allzu viel übriggeblieben. Erhalten ist als einzige die Große Frauenglocke, die 1750 mit fünf anderen Glocken in Krems gegossen wurde. Die Vorgänger aus der Gotik könnten im Metall der Frauenglocke zum Teil noch erhalten sein, da man sie oft wiederverwendete. Außer der Großen Frauenglocke wurden im Ersten Weltkrieg alle Glocken abgeliefert, weil man das Metall für die Waffenproduktion brauchte. Als Ersatz dafür wurden 1926 von der Wiener Glockengießerei Pfundner vier neue Glocken gegossen, die kaum 20 Jahre später dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fielen. 1960 kam die große Dreifaltigkeitsglocke zur Großen Frauenglocke. Um die große Tonlücke zwischen den beiden Glocken zu schließen, wurde die Allerheiligenglocke bestellt, die im Ton A zu hören sein wird. Weitere kleinere Glocken sollen folgen und das Geläute komplettieren.


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