13.12.2000 | 00:00

Vorweihnachtliche Feier für Assistenzsoldaten

Pröll: Effiziente Arbeit auch in Zukunft fortsetzen

In Siegendorf nahmen gestern stellvertretend für die über 2.000 an der slowakisch-ungarisch-österreichischen Grenze im Einsatz stehenden Soldaten rund 200 Assistenzsoldaten des Aufklärungsbataillons 3 und des Panzerstabsbataillons 3 aus den Garnisonen Mistelbach, Horn, Großmittel, Mautern, Allentsteig und Zwölfaxing an einer vorweihnachtlichen Feier mit Bundesminister Herbert Scheibner, den Landeshauptleuten von Niederösterreich und Burgenland, Dr. Erwin Pröll und Karl Stix, sowie dem designierten Landeshauptmann Hans Niessl teil.

Pröll dankte dabei den Soldaten, dass sie durch ihren Dienst an der Nord- und Ostgrenze der Bevölkerung das Gefühl von Sicherheit vermittelten. Es sei selbstverständlich, dass niederösterreichische Landsleute in Uniform dazu bereit wären, wann immer die Republik sie brauche. Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres müsse in dieser effizienten Form auch in Zukunft fortgesetzt werden. Zudem benützte Pröll die Gelegenheit des letzten offiziellen Zusammentreffens mit Karl Stix, diesem für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit im Dienst der Ostregion über politische und geografische Grenzen hinweg zu danken. Dem designierten Landeshauptmann Hans Niessl biete er die Hand zur Fortsetzung dieser Zusammenarbeit, so Pröll.

Stix dankte Pröll für die Worte der Freundschaft und betonte, ohne das Bundesheer wäre die Sicherheit in den Dörfern des Burgenlands ein unerfüllbarer Traum. An der fast 400 Kilometer langen Grenze, die 40 Jahre lang eine Demarkationslinie war, sei eine neue Form der Bedrohung entstanden. Den Soldaten stünde eine organisierte, professionelle und oft besser ausgerüstete Kriminalität gegenüber. Niessl erinnerte daran, dass in den zehn Jahren des Assistenzeinsatzes über 200.000 Soldaten trotz hoher psychischer und physischer Belastung vorbildlich ihren Dienst versehen hätten. Mehr als 40.000 Aufgriffe in dieser Zeit belegten, wie wichtig die Präsenz des Bundesheeres für die Sicherheit der Bevölkerung sei.

Scheibner dankte den Soldaten für ihren Dienst, die Sicherung der Grenze in Friedenszeiten, die eigentlich nicht Aufgabe des Bundesheeres sei. Das Bundesheer werde dem Innenministerium auch in Zukunft Hilfe und Unterstützung geben. Der Einsatz dürfe aber nicht zur Routine werden, insbesondere dürfe für eine flächendeckende, effiziente Überwachung fehlendes Gerät nicht durch Personal ersetzt werden. Die Sicherheit des Landes müsse aus der Tagespolitik heraus gehalten werden.


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