12.12.2000 | 00:00

Service und Dienstleistung als Ausstellungsthema

Kunsthalle Krems setzt Design-Schiene fort

„Service! Design und Dienstleistung“ ist der Titel einer Ausstellung, die in Koproduktion mit dem Museum für Gestaltung (Zürich) entstand und vom 17. Dezember 2000 bis 11. Februar 2001 in der Kunsthalle Krems zu sehen ist. 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen zur Verfügung, um die Umbrüche im Zuge der Automatisierung und die Dienstboten früherer Zeit darzustellen sowie Bedingungen und Möglichkeiten des modernen Service-Design aufzuzeigen. Die Ausstellung spannt einen Bogen vom klassischen Herr-Diener-System zum zukunftsorientierten Serviceangebot. Der Beschauer kann einen historischen Spaziergang durch die Welt des Service bis in die unmittelbare Gegenwart erleben. Bevor er den eigentlichen Ausstellungsbereich betritt, wird er durch verschiedene Warte- und Transitbereiche gelotst.

Der Wandel des Dienstboten vom „Gesinde“ zum vollwertigen Menschen vollzog sich erst im späten 19. Jahrhundert. Noch bis ins 20. Jahrhundert beschäftigten Adel und Bürgertum zumeist weibliche Dienstboten, ehe sich in den zwanziger und dreißiger Jahren der dienstbotenlose Haushalt durchzusetzen begann.

Das Personal wechselte in die expandierenden Fabriken, eigenständige Dienstleistungsberufe entwickelten sich. Die zunehmende Automatisierung nach dem Zweiten Weltkrieg sorgte für eine kleine Revolution im Haushalt: Staubsauger, Waschmaschine, Kühlschrank und kleinere Apparate begannen, die Haushalte zu beherrschen und wurden auch für jedermann erschwinglich. Die letzte Entwicklung ergab sich durch Selbstbedienung und Fernsteuerung, die es heute ermöglichen, per Mobiltelefon oder Mausklick jederzeit und von überall aus das computergesteuerte Heim in Betrieb zu setzen. Neue Dienstleistungskleinstbetriebe entstanden und bieten Service rund um die Uhr. Service-Design betrifft Dienstleistungen, die keine Sachleistungen sind, aber genauso wie ein Produkt von Grund auf konzipiert und gestaltet werden müssen.

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog. Die Ausstellung geht anschließend nach Dortmund in das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte und nach Barcelona in das Museu d` Arts Decoratives.


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